Eine, die eine Richtung suchte.
Aline ist Altenpflegerin und Sozialpädagogin.
Sie hat immer mit Menschen gearbeitet. Mit Erwachsenen, die Pflege brauchten. Mit Menschen in schwierigen Lebenslagen. Professionell, empathisch, verlässlich.
Aber irgendwo in ihr war da auch noch etwas anderes. Ein Sehnen nach draußen. Nach Natur. Nach einer Arbeit, die nicht nur verwaltet und versorgt, sondern die wirklich etwas weckt.
Sie lebte in Berlin. Prenzlauer Berg.
Im Prenzlauer Berg einen ruhigen Platz in der Natur zu finden – das ist schlicht unmöglich. Sie wusste, dass ihr etwas fehlte. Aber was genau, und wie sie dahin kommt – das wusste sie noch nicht.
Wie Wildimpuls in ihr Leben kam.
Über einen Tipp einer guten Freundin wurde Aline etwa zwei Wochen vor Beginn auf Wildimpuls aufmerksam. Die Entscheidung, dieser Fährte zu folgen, fiel kurz darauf.
Im April 2024 startete Aline mit Wildimpuls.
Jede Woche eine neue Mission. Jede Woche eine Aufgabe in Verbundenheit mit der Natur. Kräuter studieren. Feuer machen. Naturmaterialien verarbeiten. Innehalten. Beobachten.
Sie war sofort dabei. Vollständig.
"Jede Woche eine neue Mission zu bekommen und damit eine neue Aufgabe in Verbundenheit mit der Natur, hat mich unglaublich bereichert. So viele neue Erkenntnisse, Überraschungen, Kreativität, Lebensfreude."
Eines der eindrücklichsten Momente: die Mission mit der verkohlten Baumwolle.
"Es war für mich die pure Zauberei, aus einem Stück Baumwolle mittels Feuer, Hitze und Sauerstoffentzug einen Zunder herstellen zu können. Ich hatte zuvor keine Ahnung von all diesen Dingen!"
Aber Wildimpuls hat noch etwas anderes in ihr ausgelöst. Etwas, das sie nicht ganz so erwartet hatte.
"So viele neue Erkenntnisse, Überraschungen, Kreativität, Lebensfreude."
— Aline über ihr Wildimpuls-Jahr
Die Entscheidung, die sich langsam formte.
Schon zu Beginn hatte Aline mehr als nur Neugier auf Naturhandwerk.
Sie hatte auch eine berufliche Frage im Hinterkopf. Eine Richtung, die sich erst noch zeigen musste.
Das Wildimpuls-Jahr hat ihr geholfen, diese Richtung zu finden. Klar und deutlich.
Sie wollte nicht mehr ausschließlich mit Erwachsenen arbeiten. Sie wollte mit Kindern raus in die Natur. Als Quereinsteigerin in einer Waldkita ankommen.
Und dann – ein glücklicher Zufall, eine Fügung, wie man sagen würde – gelang es ihr auch noch, Berlin zu verlassen. Von Prenzlauer Berg hinaus in ländlichere Gefilde.
"Hier konnte ich dann in Sachen Missionen so richtig durchstarten."
Das Dokubuch. Viele Missionen. Von Hand.
Wildimpuls-Missionen – alle von Hand in ein Notizbuch dokumentiert
Aline hat ihr Wildimpuls-Jahr nicht einfach durchgeführt.
Sie hat es festgehalten. In einem Notizbuch, das sie Seite für Seite von Hand füllte. Jede Mission, jede Erkenntnis, jeder Moment. Mit Fotos. Mit Zeichnungen. Mit Gedanken, die sie während der Aufgaben bewegten.
Als ich ihr handgeschriebenes Dokubuch zum ersten Mal in die Hände bekam, hat mich das wirklich bewegt.
Nicht nur die Sorgfalt, mit der sie jede Mission festgehalten hat. Sondern das, was zwischen den Zeilen stand: eine Frau, die sucht. Und peu à peu findet.
"Es war für mich die pure Zauberei, aus einem Stück Baumwolle mittels Feuer, Hitze und Sauerstoffentzug einen Zunder herstellen zu können."
— Aline über ihre eindrücklichste Mission
Der Umweg, der keiner war.
Der Weg zur Waldkita – er klappte dann doch nicht. Im Sommer 2025 zerschlug sich das Vorhaben.
Und weißt du, was Aline darüber schreibt?
"Ich bin im Nachgang ziemlich froh darüber. Denn dadurch konnte mein wildnispädagogischer Weg noch mal eine ganz andere Wandlung nehmen – mehr aus mir selbst heraus, weniger fremdbestimmt."
Das passiert manchmal. Der Plan, den man hatte, geht nicht auf. Und hinterher stellt man fest: Es war kein Hindernis. Es war eine Weiche. Es gehört zur Reise.
Denn was dann kam, war deutlich größer als eine Anstellung.
Der Herzenswunsch.
Mitten im Wildnismentor-Modul – Ende 2025 – entstand in Aline ein klarer Wunsch.
Keine externe Idee. Kein Stellenangebot. Sondern ein Herzenswunsch.
Sie wollte eine eigene Wildnisgruppe für Kinder ins Leben rufen. In ihrer Nachbarschaft. Für Grundschulkinder mit je einer Begleitperson.
Sie fragte. Die Resonanz war durchweg positiv.
Im Februar 2026 starteten sie. Bei minus zehn Grad und eisigem Feldwind. Auf Spurensuche im Schnee.
"Mehr aus mir selbst heraus, mehr selbstbestimmt."
— Aline über die Wandlung ihres wildnispädagogischen Weges
"Meine Feuertaufe als Wildnismentorin."
Kurz davor – im Januar 2026 – hatte Aline ihr erstes eigenes Programm durchgeführt.
Sechs Erwachsene. Minus zwei Grad. Grau, feucht, windstill.
Thema: die vier wichtigsten Kerben schnitzen. Totholz entdecken. Gemeinschaft. Sitzkreis. Und zum Abschluss: singen.
"Sogar gesungen haben wir!"
Herausfordernd war es. Alle sechs Teilnehmende gleichzeitig im Blick zu haben, während jeder mit dem Messer am Holz arbeitete – das war Reizüberflutung pur. Einer schnitt sich leicht in die Fingerkuppe. Pflaster drauf. Weitermachen.
Aber die Werke, die am Ende auf dem Tuch lagen? Jeder sein eigener geschnitzter Stab, jeder sein Gastgeschenk für den Wald – das hat Aline berührt.
"Alles stimmte und gab mir das Gefühl, dass alles ineinandergreift."
"Alles stimmte und gab mir das Gefühl, dass alles ineinandergreift."
— Aline nach ihrem ersten eigenen Programm
Was jetzt entstanden ist.
Eine Frau, die gefunden hat, was sie gesucht hat
Heute – gut ein Jahr nach Ende des Wildimpuls-Jahres – ist Alines Leben ein anderes.
Sie hat ihre Wildnisgruppe mit Kindern. Inzwischen findet die achte Wildniszeit statt. Ab September 2026 wird sie die Gruppe gemeinsam einer anderen Wildnispädagogin in Hennigsdorf und Heiligensee weiterführen.
Sie hat einen Telegram-Kanal zum Thema Wildnispädagogik gestartet. Sie hat dem Altenheim in ihrer Nähe ein wildnispädagogisches Angebot gemacht. Sie steht kurz davor, in einer Tagesgruppe für Grundschulkinder zu arbeiten.
Und sie hat ihre Zertifizierung zur Wildnismentorin abgeschlossen.
"Die Begeisterung an der Wildnispädagogik hat mich vollständig durchzogen – und ich könnte noch ewig weiter schwärmen von meinem neuen Leben."
"Die Begeisterung an der Wildnispädagogik hat mich vollständig durchzogen – und ich könnte noch ewig weiter schwärmen von meinem neuen Leben."
— Aline, Wildnismentorin
Was Aline in der Abschlussreflexion schrieb.
Im Wildnismentor-Workbook gibt es am Ende eine Aufgabe.
Schreib in einem Satz auf, was die Essenz dessen ist, was du anderen durch deine Arbeit vermitteln möchtest. Häng ihn sichtbar auf.
Alines Satz:
"Ich möchte den Funken, für all die vielen Wunder und Schönheiten der Natur in anderen Menschen berühren, wiederbeleben, nähren, bewusst(er) werden lassen – durch mein Tun."
Und auf die Frage, was ihre wichtigste Erkenntnis aus dem Modul war?
"Ich habe gefunden, was ich gesucht habe."
Dieser Satz hat mich lange beschäftigt. Weil er so einfach ist. Und weil hinter ihm alles steckt.
Für wen Alines Geschichte relevant ist.
Du fragst dich vielleicht: Passt Wildimpuls zu mir?
Wenn du im pädagogischen Bereich arbeitest und immer mehr Natur in deine Arbeit bringen möchtest – dann ist Alines Geschichte für dich.
Wenn du merkst, dass du nach einer Richtung suchst und noch nicht genau weißt, welche – dann auch.
Und wenn du einfach wissen willst, was in einem Jahr passieren kann, wenn man jede Woche eine Aufgabe in der Natur annimmt – dann erst recht.
Aline hat Wildimpuls nicht als Pädagogin gestartet, die ihr Repertoire erweitern wollte. Sie ist eingestiegen als Frau, die eine Richtung suchte. Und hat gefunden, was sie gesucht hat.
Du möchtest mit Aline in Verbindung treten? Sie freut sich über eine Nachricht: per wildniszeit@gmx.de, über ihren Telegram-Kanal @Wildnispaedagogik oder über die Wildimpuls-Teilnehmerkarte im internen Bereich.
"Ich habe gefunden, was ich gesucht habe."
— Aline, Wildimpuls Teilnehmerin"Ich möchte den Funken, für all die vielen Wunder und Schönheiten der Natur in anderen Menschen berühren, wiederbeleben, nähren, bewusst(er) werden lassen – durch mein Tun."
— Aline, WildnismentorinMöchtest du auch beginnen?
Alines Weg hat mit einer Sehnsucht angefangen.
Wildimpuls ist ein Jahreskurs für Menschen, die mehr Naturverbindung suchen – nicht als Event, sondern als Haltung. 52 Wochenmissionen, eine lebendige Community, und ein Begleiter, der da ist, wenn du ihn brauchst.