Wildimpuls Geschichte

"Ich wusste schon viel. Und trotzdem hat Wildimpuls mich überrascht."

ca. 8 Minuten Lesezeit Christina · Naturmentorin · Schleswig-Holstein

Was sie wirklich dachte.

Christina brachte schon viel mit.

Sie ist Agrar-Ingenieurin. Naturmentorin. Sie journalt täglich, seit fast fünf Jahren. Sie kennt Brennnessel, Spitzwegerich, Giersch, Mädesüß, Holunder – nicht aus Büchern, sondern weil sie damit aufgewachsen ist, weil ihr Großvater sie das gelehrt hat, weil sie seither nie aufgehört hat zu lernen.

Sie begleitet Kinder im FreiDay an einer Grundschule: Gärtnern, Wildpflanzen kennen, draußen sein, journalen. Seit Jahren. Mit echter Leidenschaft.

Und trotzdem hatte sie einen Gedanken, der immer wieder auftauchte, wenn sie ihr Journal aufschlug oder eine Zeichnung fertigstellte:

"Ich habe oftmals das Gefühl, was ich hier mache, das interessiert niemanden. Das will wirklich niemand sehen."

Dieser Satz ist wichtig. Er erklärt, was Wildimpuls bei Christina verändert hat.

"Ich habe oftmals das Gefühl, was ich hier mache, das interessiert niemanden. Das will wirklich niemand sehen."

— Christinas innerer Kritiker, bevor Wildimpuls kam

Was ihr fehlte.

Christina hatte Wissen. Tiefes, echtes, gewachsenes Wissen.

Was ihr fehlte, war das Handwerk. Das Schnitzen, das Feuermachen, das Werkeln mit Holz. Die Fähigkeiten, bei denen die Hände machen, was der Kopf schon lange weiß.

Sie wollte das an die Kinder weitergeben. Aber dafür musste sie es erst selbst können. Nicht theoretisch. Wirklich können.

Und sie brauchte noch etwas anderes, auch wenn sie das damals noch nicht so klar gesehen hat: Sie brauchte Menschen, die sie darin sehen. Die zurückspiegeln: Das, was du machst, ist es wert.

Sie fand beides bei Wildimpuls.

Wie sie ankam.

Ein Link in einem anderen Kurs. Eine Empfehlung. Christinas erste Reaktion, als sie die Wildimpuls-Homepage sah, war keine Skepsis. Es war sofortige Klarheit.

"Von vornherein war ich eigentlich überzeugt. Was du da schon auf der Homepage bereitstellst – das ist schon ein Füllhorn."

Sie buchte. Und merkte schnell: Es war noch viel mehr drin, als sie erwartet hatte.

"Das hat es definitiv übertroffen."

"Von vornherein war ich überzeugt. Was du da schon auf der Homepage bereitstellst – das ist schon ein Füllhorn."

— Christina über Wildimpuls

Was montags passiert.

Christinas Arbeit

Jeden Montag eine neue Mission.

Für jemanden wie Christina, die schon viel weiß, ist das eine besondere Erfahrung. Nicht weil alles neu wäre. Sondern weil der Rhythmus etwas Eigenes schafft. Eine wöchentliche Einladung. Eine Überraschung, auf die man sich freut.

"Dann denkt man: Jetzt ist Montag, was kommt da jetzt? Ich bin total gespannt."

Kerben schnitzen – mit Blasen an den Händen, weil Eichenholz so widerspenstig ist. Brennnesselschnüre drehen. Ein Pfannenwender. Harzsalbe aus Waldmeister-Öl und Fichtenharz. Feuer machen mit Birkenrinde aus Polen – mitgebracht im Rucksack, weil sie schon geahnt hatte, dass die Mission kommen würde.

Jedes Handwerk, das sie machte, wurde gezeichnet. Jede Pflanze, die auftauchte, landete im Journal. Wildimpuls und Nature Journaling flossen bei ihr ineinander, als hätten sie immer zusammengehört.

Als der Winter kam.

Dann musste Christina Pause machen – es waren herausfordernde Zeiten. Die Energie für große Projekte draußen war weg. Der Wald war weit. Die Missionen stapelten sich.

Sie schrieb Martin. Er schrieb zurück: Kein Druck. Kein Hintertreffen. Du hast alle Zeit.

Das war der erste Moment, in dem Wildimpuls ihr mehr gab als Handwerkswissen.

Christina suchte sich die kleinen Missionen raus. Die Dinge, die man sitzend, im Garten, mit einem ruhigen Nachmittag machen kann. Schnüre drehen. Ein Netz knüpfen. Den Bushcraft-Hammer machte ihr Sohn mit, weil sie die Energie kaum hatte, die Äste selbst zu sägen. Sie sagte ihm, wie. Er machte es.

"Die Hände hatten was zu tun und der Geist konnte mal abschweifen."

Das klingt nach wenig. Für Christina war es in diesen Wochen das Wichtigste.

"Die Hände hatten was zu tun und der Geist konnte mal abschweifen."

— Christina über die kleinen Missionen im Winter

Gesehen werden.

Die Zoom-Meetings wurden zu einem Anker.

Nicht wegen der Technik. Nicht wegen der Inhalte allein. Sondern weil man dort ehrlich sein konnte. Weil man sagen konnte: Es geht mir gerade nicht gut. Ich komme nicht hinterher. Ich schaffe das nicht alles.

"Man wird halt eben dann auch gesehen. Sowohl von Mitteilnehmern als auch von Martin persönlich."

Das Forum tat das Gleiche. Christina scrollte durch die Beiträge der anderen, auch wenn sie selbst gerade nichts beitrug. Sah, was die anderen machten. Freute sich für sie. Holte sich Impulse für später.

Das Community-Feeling bei Wildimpuls ist kein Marketing-Versprechen. Christina hat erlebt: Auch wenn man nichts liefert, nichts zeigt, nichts postet – man gehört dazu. Man wird nicht vergessen.

"Man ist da in so einer kleinen, fast intimen Runde – und dann ist das gegenseitige Interesse einfach da."

Christina bei ihrer Arbeit als Illustratorin / beim Zeichnen

"Man ist da in so einer kleinen, fast intimen Runde – und dann ist das gegenseitige Interesse einfach da."

— Christina über die Wildimpuls-Community

Die Frage mitten in der Nacht.

Irgendwann fragte Martin sie etwas.

Nur war die Frage nicht eindeutig, so dass Christina sie beim ersten Mal gar nicht verstand.

Er fragte, was eigentlich auf Kräuterkarten stehen müsste. Ob sie sich das schon mal überlegt hätte. Ob sie schon mal daran gedacht hätte, so etwas zu illustrieren.

Christina antwortete: Sie illustriere gerade ihr eigenes Buch. Daher habe sie darüber noch nicht nachgedacht. Damit war das Gespräch aus ihrer Sicht vorbei.

Mitten in der Nacht wachte sie auf.

"Hat er mich jetzt gerade gefragt, ob ich das für ihn machen will?"

Sie fragte nach. Ja. Genau das hatte er gefragt.

In diesem Moment geschah etwas. Nicht laut. Nicht dramatisch. Aber eindeutig.

Martin hatte ihre Forum-Beiträge gesehen. Er hatte ihre Zeichnungen gesehen. Er hatte beobachtet, wie sie mit Pflanzen umgeht, wie sie illustriert, wie sie erklärt. Und er hatte gesagt: Das kann ich gebrauchen. Das ist gut. Lass uns das zusammen machen.

"Wen interessiert das schon, was ich mache."

Dieser Satz hatte eine Antwort bekommen.

Christina illustriert eine Kräuterkarte

Jetzt mache ich mal was Wildes.

Christina hatte lange gezögert. Mit dem Gedanken gespielt, sich freiberuflich aufzustellen. Ein Buch geschrieben und es an Verlage geschickt. Immer gedacht: Eigentlich müsste ich. Eigentlich wäre jetzt der Moment.

Aber der Schritt blieb aus. Bis zu dieser Nacht.

"Das ist jetzt genau der Impuls, der Wildimpuls, der Ruf der Wildnis. Jetzt mache ich mal was Wildes, jetzt gehe ich mal zum Steuerberater und melde das mal an."

Sie tat es.

Die zwanzig Wildkräuter-Illustrationen, die Martin für seinen Kurs brauchte – das war Rechnung Nummer eins.

"Das hast du angestoßen."

Was daraus wurde.

Christina ist heute freiberuflich tätig als Illustratorin und Naturpädagogin. Ihre Zeichnungen erscheinen in Martins Materialien.

Sie gibt interne Workshops bei Wildimpuls. Der erste: Nature Journaling mit Spitzwegerich. Für aktuelle Wildimpuls-Teilnehmer, die jetzt von ihr lernen können. Von jemandem, die den gleichen Weg gegangen ist.

Sie hat ihren Nature Journal Club an der Schlei aufgebaut. Und sie ist im Nature Journal Club Kiel. Jeden Monat raus, skizzieren, wahrnehmen, sein.

Und sie journalt täglich. Ob es ihr gut geht oder nicht. Das hat sich nicht geändert.

Was sich verändert hat: Sie weiß jetzt, dass das wen interessiert.

"Die Momente draußen, mit dem Journal oder beim Handwerken, auf meinem Sitzplatz oder auch die Zeit in meiner kleinen Glashütte – das gibt mir ganz viel: einen anderen Fokus, Ruhe, Verbundenheit. Und damit Zuversicht und ganz viel Halt."

Christina in der Natur

"Hat er mich jetzt gerade gefragt, ob ich das für ihn machen will?"

— Christina, mitten in der Nacht

"Das Jahr hat nicht nur meinem Handwerk etwas gegeben. Es hat mir auch die Erlaubnis gegeben."

— Christina, Wildimpuls

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Christinas Weg hat mit einer Erlaubnis angefangen.

Wildimpuls ist ein Jahreskurs für Menschen, die mehr Naturverbindung suchen – nicht als Event, sondern als Haltung. 52 Wochenmissionen, eine lebendige Community, und ein Begleiter, der da ist, wenn du ihn brauchst.

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