Sie nennen sie Ranger Moni.
Zehn Jahre lang war Monika bei den Royal Rangers.
Sie hat Zelte aufgebaut, Feuer gemacht, Kinder durch den Wald geführt. Sie wusste, wie man eine Gruppe zusammenhält. Wie man mit Jugendlichen umgeht. Wie man Wildnishandwerk erklärt.
Und dann hat sie sich entschieden: Sie geht. Sie baut sich etwas Eigenes auf.
Plötzlich war da kein Verband mehr. Kein Netz. Keine Struktur, die auffängt, wenn mal was nicht klappt.
"Als ich noch im Verband war, konnte ich so manches Schwächeln verbergen oder abdelegieren. Jetzt muss ich selbst abrufbereit sein."
"Jetzt muss ich selbst abrufbereit sein."
— Monika über den Schritt in die Selbstständigkeit
Was sie brauchte.
Monika hat sich eine eigene Gruppe aufgebaut – in ihrem Ort, mit Kindern aus der Nachbarschaft. Jungs vor allem. Die mögen Messer, Feuer, Äxte. Die wollen nicht ruhig sitzen. Die wollen machen.
Und Monika hatte drei Stunden pro Treffen.
Was macht man in drei Stunden? Was erklärt man zuerst? Wie erklärt man es so, dass es sitzt – und nicht nur im Moment, sondern auch noch in einem Jahr?
Sie brauchte Sicherheit. Nicht Theorie. Praxis. Eigene Erfahrungen, die sie weitergeben konnte.
"Man muss es selber gemacht haben. Sonst kann man es den Kindern nicht erklären."
Sie fand Wildimpuls.
Montag ist Missions-Tag.
Jeden Montag kam eine neue Mission.
Und Monika freute sich jedes Mal. Nicht wie auf eine Pflichtaufgabe. Wie auf eine Überraschung, die man schon erwartet.
"Man freut sich irrsinnig und denkt sich: Was wird mich diese Woche wieder erwarten?"
Vieles davon landete direkt bei ihrer Gruppe. Nicht Wochen später. Oft am gleichen Samstag.
Das Trapperbett zum Beispiel.
Die Mission kam am Montag. Am Samstag bauten die Kinder es gemeinsam.
"Es war so ein Gaudi. Der eine hat seinen Schuh drin verloren. Das eine Kind, das sich ja nicht schmutzig machen sollte – das hat sich so getaugt in die Blätter. Zu dritt lagen sie drin."
"Der eine hat seinen Schuh drin verloren. Zu dritt lagen sie drin."
— Monika über das Trapperbett-Abenteuer
Der Bettüberzug von Oma.
Manchmal läuft es nicht so, wie man es sich vorgestellt hat.
Monika wollte mit ihrer Gruppe verkohlte Baumwolle herstellen – Char Cloth, den perfekten Zunder für das Schlageisen. Sie hatte extra einen alten Bettüberzug ihrer Oma mitgebracht. Baumwolle, dachte sie. Wird perfekt funktionieren.
Es funktionierte nicht.
Sie haben geschlagen und geschlagen. Der verkohlte Stoff hat sich nicht entzünden lassen.
"Ich weiß nicht, was die da für Chemie drin gehabt haben."
Fast bis zum Ende der Stunde haben sie es versucht.
Dann hat Monika umgedacht. Statt Char Cloth: Holzkohlestifte. Die Kinder haben kleine Äste verkohlt, die Stifte in Empfang genommen – und sofort damit losgelegt. Sie haben ihre Namen auf Holzbrettchen geschrieben. Die Brettchen wurden aufgehängt.
"Das war so ein richtiger Aha-Moment. Ich werde die Gesichter der Kinder nie vergessen."
Beim nächsten Mal hat sie einen anderen Stoff genommen. Der hat sofort gezündet. Und der Lernmoment war für alle größer, als er es je gewesen wäre, wenn es beim ersten Mal funktioniert hätte.
"Das war so ein richtiger Aha-Moment. Ich werde die Gesichter der Kinder nie vergessen."
— Monika
Die Pflanze, die überall auftaucht.
Monika hat gemerkt, was mit ihr passiert, wenn sie die Missionen macht.
Zum Beispiel bei einer Pflanze. Erst sucht man ganz verzweifelt. Findet vielleicht ein kleines Exemplar. Und dann – wenn man die Mission erfüllt hat – fällt einem die Pflanze überall auf.
"Plötzlich siehst du sie überall. Du gehst mit ganz anderen Augen durch die Welt."
Diese geschärfte Wahrnehmung gibt sie direkt weiter. An ihre Kinder. An ihre Gruppe.
Eine Megaschatzkiste.
Irgendwann hat Monika angefangen, alles auszudrucken.
Jede Mission. Jede Anleitung. Jedes Rezept. Alles in einer Mappe.
"Eine Megaschatzkiste. Unbezahlbares Wissen."
Wenn sie heute mit ihrer Gruppe etwas machen will, schaut sie rein. Wenn sie unsicher ist, schaut sie rein. Wenn sie etwas vergessen hat, schaut sie rein.
Offline. Immer verfügbar. Nur für sie.
"Eine riesige Schatzkiste ist durch Wildimpuls entstanden. Unbezahlbares Wissen."
— Monika über ihre Wildimpuls-Mappe
Die Kinder, die aufblühen.
Manche Kinder tun sich schwer. Drinnen, im Alltag, zwischen vier Wänden.
Draußen – mit den Händen, im Wald, mit echten Aufgaben – werden sie andere Menschen.
"Sie sind plötzlich total glücklich."
Die Eltern müssen beim Abholen warten, weil die Kinder nicht nach Hause wollen.
Das ist für Monika der ehrlichste Beweis, dass das, was sie tut, zählt.
Was sie sich wünscht.
Monika macht das nicht, weil sie Anerkennung sucht.
Sie macht es, weil sie glaubt, dass diese Dinge – Feuer machen, Schnitzen, Spuren lesen, Pflanzen kennen – etwas in Kindern anstoßen, das lange nachwirkt.
"Ich hoffe, dass in 20 Jahren ein Kind kommt und sagt, dass es ihm was gebracht hat. Das ist eigentlich mein größter Wunsch."
Und noch etwas. Am Ende sagt Monika:
"Ich brauche meine Kinder. Ohne die Kids wäre ich nicht so gewachsen."
Sie gibt nicht nur. Sie bekommt auch.
Das ist das Schönste an dem, was Monika tut.
"Plötzlich siehst du sie überall. Du gehst mit ganz anderen Augen durch die Welt."
— Monika, Wildimpuls Teilnehmerin"Es hört nicht auf. Man kommt nur noch tiefer hinein. Es ist ein Geschenk, das unbezahlbar ist."
— Monika, Wildimpuls TeilnehmerinMöchtest du auch beginnen?
Monikas Weg hat mit einer Entscheidung angefangen.
Wildimpuls ist ein Jahreskurs für Menschen, die mehr Naturverbindung suchen – nicht als Event, sondern als Haltung. 52 Wochenmissionen, eine lebendige Community, und ein Begleiter, der da ist, wenn du ihn brauchst.