41 Ideen, ein Floß, ein Löffel und zwei Beeren ? [FIAB-Mail, 28.08.2026]
Edition: Freitag, 28.08.2026
Der Text hier ist die Aufzeichnung vom wöchentlichen Newsletter – der F.I.A.B. Mail von survival-kompass.de
Howdy.
diese Woche haben wir ein Floß gebaut, einen Löffel geschnitzt und ich habe herausgefunden, dass manche Brombeere gar keine Brombeere ist.
Klingt nach viel? War aber eigentlich ganz entspannt. So ist das draußen: Man will nur kurz raus – und plötzlich passiert das Leben.
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So – rein in die F.I.A.B. Mail. Los geht's mit diesem Plan:
Fertigkeit 🪓
Interessant 🤩
Ausrüstung ⛺
Bild 🖼️
Fertigkeit:
"Papa, mir ist laaaangweilig."
Draußen. Im Wald. Umgeben von Millionen Möglichkeiten.
Kennst du das? 😄
Ich früher auch. Ich stand da mit meinen Jungs im Wald und dachte: "Und jetzt? Was machen wir hier eigentlich?"
Das Problem war nicht der Wald. Das Problem war, dass mir die Ideen fehlten.
Deshalb habe ich über die Jahre gesammelt. Alles, was funktioniert hat. Am Ende waren es 41+ Ideen.

Ein paar Beispiele:
→ Ein Dreibein bauen (ab 6 Jahren) – und danach eine Decke drüber: fertig ist das Tipi
→ Tierspuren mit Gips abgießen (ab 6) – Detektivarbeit mit Souvenir zum Mitnehmen
→ Stockbrot backen (ab 4) – der Lagerfeuer-Klassiker, der nie langweilig wird
→ Ein Wasserrad basteln (ab 5) – Physik zum Anfassen, direkt am Bach
→ Nachtwanderung (ab 7) – wenn der Wald eine völlig andere Welt wird
→ Schnüre aus Brennnesselfasern drehen (ab 8) – uraltes Handwerk mit den eigenen Händen
Und noch 35 weitere.
Zu jeder Idee steht dabei: Was du brauchst, was die Kinder dabei lernen und ab welchem Alter es passt.
Mein Tipp: Lies nicht alle 41 durch und überfordere dich. Such dir eine raus. Die, bei der du denkst: "Oh ja, darauf hab ich Bock."
Denn das ist der Punkt – deine eigene Begeisterung ist der beste Motor. Kinder spüren sofort, ob du wirklich Lust hast oder nur ein Programm abspulst.
👉 41 Bushcraft-Ideen mit Kindern – kinderfreundliche Outdoor-Aktivitäten
PS: Setz dir nicht zu viel vor. Ein, zwei Schwerpunkte pro Nachmittag reichen völlig. Der Rest passiert von allein.
Interessant:
Auf den ersten Blick sehen sie sich diese Früchte verdammt ähnlich, oder?

Aber wenn du weißt, worauf du achten kannst, wird es plötzlich ziemlich einfach:
👉 Brombeere (links): viele dicht sitzende Teilfrüchte, reif meist schwarz glänzend, häufig 5 Teilblättchen und oft kräftiger, höherer Wuchs.
👉 Kratzbeere (rechts): wenige, größere Teilfrüchte, bläulich bereift, meist 3 Teilblättchen und eher niedriger, kriechender Wuchs.
Wichtig: Verlass dich nie nur auf ein einziges Merkmal. Schau dir immer mehrere Merkmale zusammen an.
Und jetzt schau beim nächsten Spaziergang mal genauer hin. Vielleicht wächst bei dir schon die ganze Zeit eine Kratzbeere und du hast sie bisher für eine Brombeere gehalten.
Hier hab ich noch das Video für dich:
Ausrüstung:
Bergsee. Drei Wochen ist es her. Die Kinder wollten ein Floß bauen.
Kein Werkzeugkasten. Kein Baumarkt. Nur Äste, Schnur – und mein Schweizer Taschenmesser in der Hosentasche.

Ohne das Ding, wäre daraus nichts geworden.
Schnur schneiden. Äste kürzen. Kerben schnitzen. Alles mit einem Messer, das kaum 100 Gramm wiegt und sonst einfach nur mitfährt.
Und dann der Moment, auf den alle gewartet haben:

Es schwimmt.
Genau dafür liebe ich dieses kleine Werkzeug. Es liegt manchmal monatelang in der Tasche und tut nichts. Und dann kommt der eine Nachmittag, an dem es plötzlich alles möglich macht.
Falls du noch auf der Suche nach dem richtigen Modell bist – ich habe fünf Schweizer Taschenmesser verglichen und aufgeschrieben, welches für wen passt:
👉 Top 5 Schweizer Taschenmesser: Mein Kaufratgeber für Outdoor-Enthusiasten
Bild:
Freitagabend am Feuer. Ich sitze da mit einem Stück Pappelholz in der Hand und denke: "Mal sehen, was daraus wird."

Sonntagmittag hielt ich das hier in der Hand.
Ein Löffel. Aus Pappelholz. Mit einer selbstgedrehten Schnur dran.
Entstanden bei einem Survival-Basics-Wochenende, bei dem ich der Teamer war. Kein durchgeplantes Projekt – einfach immer wieder zwischendurch. Ein bisschen am Freitagabend. Ein bisschen samstags. Dann sonntags fertig.
Und was mich jedes Mal wieder umhaut: wie schnell das mit der Glut geht.
Für die Löffelkuhle nimmst du ein kleines glühendes Stück Holz aus dem Feuer, legst es auf die Stelle und bläst vorsichtig. Das Holz brennt sich langsam aus, du kratzt die Kohle weg, wiederholst das – und plötzlich hast du eine Mulde.
Bei so einem kleinen Löffel geht das erstaunlich fix. Eine Schale ist nochmal eine andere Nummer, klar. Aber ein Löffel? Machbar an einem Abend, ganz nebenbei.
Danach nur noch grob zurechtgeschnitzt. Nicht perfekt. Muss er auch nicht sein.
Und genau das ist der Punkt: Du hast dein erstes richtig cooles Essbesteck. Selbst gemacht. Aus einem Stück Holz, das vorher am Wegrand lag.
Und der begleitet dich dann jedes Mal, wenn du draußen bist.
PS: Darüber spreche ich auch in der aktuellen Folge "Wenn das Feuer plötzlich nicht angeht 🔥" auf Steady.
Das war's für diese Woche.
Bau ein Dreibein. Schnitz einen Löffel. Und schau dir die nächste Brombeere mal ganz genau an – vielleicht ist sie gar keine.
Und falls dein Kind sagt, ihm sei langweilig: Du hast jetzt ca. 41 Antworten parat. 😉
In wilder Verbundenheit,
Martin
P. S. Du suchst die hochwertigste Outdoor-Ausrüstung? Dann gehts hier zu den Kaufratgebern. Finde hier meine Liste zur eigenen Ausrüstung, die ich regelmäßig nutze.
Autor des Ratgebers
Martin Gebhardt
Hey, ich bin Martin und ich bin Wildnis-Mentor. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Outdoor-Leben. Schnapp dir meine 35 einfach umsetzbaren Survival-Hacks, um ab morgen nicht mehr planlos im Wald zu stehen. Lies mehr über mich auf meiner “Über mich”-Seite.
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