Danke – und 62.600 Wörter für dich [FIAB-Mail, 02.01.2026]
Edition: Freitag, 02.01.2026
Der Text hier ist die Aufzeichnung vom wöchentlichen Newsletter – der F.I.A.B. Mail von survival-kompass.de
Howdy.
Der zweite Januar. Das neue Jahr ist noch ganz frisch.
Vielleicht sitzt du mit Kaffee/Tee auf dem Sofa. Vielleicht ist es draußen grau. Vielleicht bist du auch schon wieder voll im Arbeitsalltag.
Eins muss ich dir erzählen:
Du erinnerst dich vielleicht an den warzigen Drüsling aus dem letzten Newsletter. Diese glibberigen schwarzbraunen Klumpen, die ich jahrelang nicht zuordnen konnte.
Ich hatte ehrlich nicht damit gerechnet, dass das Thema so zündet. 🤗
Aber dann kamen eure Rückmeldungen. Die Abstimmungen. Die Nachrichten. Viele von euch fanden genau diesen Teil spannend – den kleinen, unscheinbaren Pilz, den man jahrelang übersieht.
Das hat mich überrascht.
Und gefreut.
Weil es zeigt: Es sind nicht immer die großen Abenteuer.
Manchmal ist es einfach ein Name. Eine Antwort auf eine Frage, die schon ewig im Hinterkopf rumgeistert. Ein kleines "Aha, so heißt du also."
Danke dafür.
Und jetzt: rein ins neue Jahr. Hier kommt der Plan.
Fertigkeit 🪓
Interessant 🤩
Ausrüstung ⛺
Bild 🖼️
Fertigkeit:
Es ist der 2. Januar. Und das heißt: Zeit, mal kurz zurückzuschauen.
Als ich 2021 mit den wöchentlichen Newslettern angefangen habe, war jede Anmeldung ein kleines Wunder.
Heute schaue ich auf das vergangene Jahr – und sehe nicht Zahlen. Ich sehe Menschen.
🙏 Wie Gerald, der mir jede Woche zurückschreibt. Einfach so. Ein kurzer Gruß, ein Gedanke, manchmal zwei Sätze. Aber immer genug, um mir das Gefühl zu geben: Da liest jemand wirklich.
🙏 Oder Mirjam, die mir neulich eine lange Nachricht geschickt hat – voller eigener Geschichten aus dem Wald.
🙏 Thomas, der seit Jahren dabei ist und mir erzählt hat, dass er durch den Newsletter angefangen hat, mit seinen Kindern rauszugehen.
🙏 Und Petra, die mir im Herbst schrieb, dass sie endlich den Mut gefunden hat, ihr erstes Feuer ohne Streichhölzer zu machen.
(Es sind natürlich so viel mehr von euch. Bitte fühle dich unbedingt angesprochen!)

Ein paar Zahlen aus 2025:
👉 Geschriebene Wörter: Über 62.600 Wörter haben den Weg in eure Postfächer gefunden (fast so viel wie in "Harry Potter und der Stein der Weisen").
👉 Gesendete E-Mails: Mit allem Drum und Dran gingen mehr als 710.000 E-Mails an euch raus. 🤯 (Ja, wir sind eine große Community.)
👉 Eure Rückmeldungen: Hunderte Nachrichten, Klicks, Abstimmungen – jede einzelne davon bedeutet mir was.
Ich sage das nicht, weil man das so sagt.
Ich sage das, weil es stimmt: Eure Zuschriften halten mich am Laufen. Jeder Klick, jede Antwort, jedes "Hat mir gefallen" – das ist der Grund, warum ich Woche für Woche hier sitze, tippe und recherchiere.
Ohne euch würde das hier nicht funktionieren. Punkt.
Danke. Wirklich.
Übrigens: Falls du mal einen älteren Newsletter nachlesen willst – ich habe angefangen, ein Archiv anzulegen. 👉 Hier findest du alle F.I.A.B. Mails (ab 12.01.2024)
Und hier noch der Hinweis: Wenn du mich unterstützen willst und einen wöchentlichen Podcast suchst, komm in meine Steady Community!
Interessant:
Heute habe ich eine Empfehlung für's neue Jahr.
Wenn du 2026 tiefer in die Natur- und Wildnispädagogik einsteigen willst – nicht online, sondern vor Ort, über ein ganzes Jahr –, dann möchte ich dir die Ausbildung von Wildniswandern empfehlen.

21 Seminartage, verteilt über die Jahreszeiten. Spurenlesen im Schnee. Feuermachen ohne Streichhölzer. Coyote Teaching, das dich nicht nur als Pädagog:in, sondern als Person prägt.
Das ist für Menschen, die Veränderung suchen. Die in der Gruppe lernen wollen. Ob du das Wissen beruflich nutzen willst oder einfach für dich selbst eine tiefere Naturverbindung suchst – beides ist hier richtig.
Matthias Blaß, der Gründer, ist jemand, den ich sehr schätze. Seine Wildnisschule besitzt 25 Jahre Erfahrung.
Sechs Regionen in Deutschland. Und eine Art zu lehren, die wirklich in die Tiefe geht.
Wenn das auf dich passt – schau's dir an, ich kanns nur empfehlen:
👉 Schaue dir hier die Ausbildung "Natur- und Wildnispädagogik" an
Ausrüstung:
Manche Dinge sind so simpel, dass sie jahrelang unentdeckt in der Ecke schlummern.
Zum Beispiel ein Stück Holz oder eine Schnur.
Ich habe meinen ersten Toggle (einen Knebel) vor Jahren geschnitzt. Seitdem ist er immer an meiner Seite.
Du findest ihn bei mir an meinen Schlafsäcken, um Isomatten zu bündeln oder an Fellen, wenn ich mit Gruppen draußen bin.
Es ist ein kleines Stück Naturhandwerk, das so leise und unscheinbar seinen Job absolut exzellent erledigt, dass ich mich bis heute frage, wie ich jahrelang ohne leben konnte.
Hier siehst du in einer Minute, wie einfach du ihn dir selbst baust:
(Falls du lieber auf Instagram unterwegs bist, findest du das Video auch 👉 hier.)
Eine Frage an dich:
💬 Wofür würdest du deinen ersten Toggle benutzen?
Schreib's mir gerne einfach als Antwort auf diese Mail – ich sammle Ideen für die Community. 🌲
Übrigens: Solche einfachen, funktionierenden Dinge stehen mit im Zentrum von Wildimpuls. Naturhandwerk, das sinnvoll ist. Und dir Sicherheit im Tun gibt.
Bild:

Flechten.
Ich geb's zu: Lange habe ich sie ignoriert.
So graues Zeug auf Steinen.
Interessiert doch keinen.
Bis ich neulich im Wald auf diese kleinen Becher gestoßen bin.
Winzig. Grünlich. Wie Miniatur-Kelche, die jemand auf den Waldboden gestellt hat. Als würden hier jeden Abend kleine Waldbewohner anstoßen. (Hier noch ein Mini-Video)
Also: Was ist das?
Die Becherflechte. Cladonia pyxidata, wenn du es genau wissen willst.
Sie wächst auf saurem Boden, auf Moos, auf morschem Holz. Die Becher werden bis zu zwei Zentimeter hoch. Bei Trockenheit schrumpfen sie zusammen – bei Regen quellen sie wieder auf.
Und dann hab ich weiter recherchiert.
Und bin auf ihre Cousine gestoßen:

Die Scharlach-Becherflechte. 😳
Gleiche Form. Aber mit leuchtend roten Punkten am Becherrand. Wie kleine Rubine!
Der Name kommt von der Kermesschildlaus, aus der man früher den Farbstoff Scharlachrot gewonnen hat. (Ja, wirklich. Aus einer Laus.)
Die gelbgrüne Farbe der Flechte? Kommt von der Usninsäure. Die roten Punkte? Das sind die Apothecien – die Fruchtkörper.
Essbar? Eher nicht.
Aber darum geht's ja nicht.
Es geht darum, dass ich jetzt beim nächsten Waldspaziergang nicht mehr achtlos an diesen kleinen Bechern vorbeigehe.
Sondern kurz stehenbleibe. Und denke: Ich weiß jetzt, wer du bist. 🍷
👉 Lies hier auch gerne mehr zu: Was sind Flechten? Als Notnahrung und Heilmittel nutzbar?
So, das war's für diese Woche.
Ich wünsche dir für 2026 primär drei Dinge:
- Mut zum Unperfekten: Vergiss die Hochglanzbilder der anderen. Vergleich dich nicht. Im Wald wachsen die Bäume auch krumm und schief – und genau das macht sie stark. 💪
- Wertvolle Fehler: Ich wünsche dir, dass auch mal was schiefgeht. Dass das Feuer nicht sofort brennt oder der Knoten nicht hält. Denn genau in den Momenten, in denen es schwierig wird, lernst du am meisten. 🫶
- Kleine Schritte: Du musst nicht rennen. Setz einfach einen Fuß vor den anderen. Schritt für Schritt. Das bringt dich zuverlässiger ans Ziel als jede hektische Abkürzung. 💫
Bleib wild, unperfekt und neugierig.
In wilder Verbundenheit,
Martin
P. S. Du suchst die hochwertigste Outdoor-Ausrüstung? Dann gehts hier zu den Kaufratgebern. Finde hier meine Liste zur eigenen Ausrüstung, die ich regelmäßig nutze.
Autor des Ratgebers
Martin Gebhardt
Hey, ich bin Martin und ich bin Wildnis-Mentor. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Outdoor-Leben. Schnapp dir meine 35 einfach umsetzbaren Survival-Hacks, um ab morgen nicht mehr planlos im Wald zu stehen. Lies mehr über mich auf meiner “Über mich”-Seite.
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