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Mit diesen Tipps überquerst du sicher einen Fluss

Wenn du vorhast, einen Fluss zu überqueren, solltest du wissen, wie du dies sicher tust. Hier sind einige Tipps und Tricks, die du verwenden solltest.

Mit diesen Tipps überquerst du sicher einen Fluss

Martin Gebhardt

Von Martin Gebhardt. Schaue auf seine “Über mich”-Seite und abonniere seinen Newsletter.


Flüsse prägen Landschaften und bieten oft einen atemberaubenden Anblick. Ob sie nur seicht dahingleiten oder auch wild reißend strömen, beides hat seinen Reiz.

Doch was, wenn du den Fluss samt deinem Gepäck überqueren musst?

Sogar an kleiner Bach oder Fluss kann dich herausfordern.

Es gibt einige Risiken, die du kennen musst, um vorausschauend zu handeln.

Heute erfährst du, was du beachten musst und welche Tipps dir helfen, einen Fluss zu überqueren (ohne großes Risiko).

Die richtige Stelle finden

Bevor du durchs offene Wasser watest, solltest du zunächst nach einer Brücke oder etwas Ähnlichem Ausschau halten.

Biberdämme, Steine oder umgefallene Baumstämme können dir hier dienlich sein.

Ein Damm von einem Biber kann eine gute Stelle sein, um einen Fluss zu überqueren
Ein Damm von einem Biber kann eine gute Stelle sein, um einen Fluss zu überqueren

Achte nur darauf, dass die naturgegebenen Brücken auch stabil sind.

Ist der Biberdamm bereits an einer Stelle gebrochen, stehen die Chancen gut, dass er erneut bricht, wenn dein Gewicht darauf lastet.

Auch Steine sind nicht unbedingt der ideale Weg. Hier ist die Gefahr groß, auszurutschen und sich zu verletzen. Verlasse dich daher auf eckige Steine mit mehr Struktur statt auf flache Steine. Flache Steine sind oft rutschig und bieten deinen Schuhen keinen Halt.

Was tun, wenn keine Brücke in Sicht ist?

Findet sich kein Weg, um den Fluss trocken zu überqueren, musst du notgedrungen ins kalte Nass.

Du solltest dir erst einmal Zeit nehmen, den Fluss weiter abzulaufen und zu beobachten.

Achte auf folgende Punkte:

  • Hochwassergefahr: Hat es gerade erst viel geregnet, besteht wahrscheinlich Hochwasser. Der Fluss ist viel tiefer und meistens ist die Strömung auch stärker. Dies flacht einige Stunden nach dem Regenfall wieder ab und diese Zeit solltest du dir auch unbedingt nehmen, bevor du den Fluss überquerst.
  • Beschaffenheit: Auch auf Karten kannst du dich nicht unbedingt verlassen. Die Beschaffenheit des Flusses verändert sich über die Zeit und die eingezeichneten Kreuzungsstellen könnten nicht mehr aktuell sein. Nimm dir daher selbst Zeit, um die Lage richtig einzuschätzen. Der sicherste Punkt ist immer eine gerade Strecke eines Flusses. Wenn du dir die Flussbiegungen wie den Buchstaben „S“ vorstellst, dann ist die Mitte des „S“ der ideale Punkt zum Kreuzen. Wenn du hier den Halt verliest, sollte dich die Strömung ans äußerste Ufer des Flusses schwemmen.
mitte vom s fluss sicher
  • Breitesten Stelle: Halte Ausschau nach der breitesten Stelle oder wo sich das Wasser in mehrere Kanäle aufteilt. Durch die Umverteilung des Wassers entstehen so in der Regel seichtere Stellen und das Wasser fließt langsamer. Mache nicht den Fehler, die engste Stelle des Flusses zu wählen. Hier ist der Weg zwar kürzer, aber das Wasser fließt hier auch deutlich schneller. Nimm dir daher Zeit für die Überquerung und versuche es nicht schnell hinter dich zu bringen.
  • Inseln: Zusätzlich kannst du nach Flussbänken und kleineren Inseln im Wasser suchen. Dort bricht die Strömung und bietet dir somit Schutz.

Hast du einen idealen Spot gefunden, laufe den Fluss in beide Richtungen ab. Somit weißt du, was dahinter und vorher für Gefahren lauern.

Wähle niemals eine Überquerung kurz vor einem Wasserfall oder Stromschnellen! Spähe einen Rettungsplan aus, welcher dich im Notfall aus der Strömung befreien kann.

Doch merke: Keine Überquerung eines Flusses ist es wert zu sterben. Wenn es sich nicht richtig anfühlt, die Strömung zu stark oder das Wasser zu tief ist, kehre um und suche eine Alternative.

Es geht ans Eingemachte: gehe diese Schritte

1. Dry Bag

Vorab hast du schon den ersten Schritt getan und liest diesen Artikel, um dich auf eine bevorstehende Situation vorzubereiten. Der zweite Schritt ist dir einen „Dry Bag“ zuzulegen, damit du alle essenziellen Ausrüstungsgegenstände darin verstauen kannst.

Schlafsack, Telefon und Feuerstarter müssen vor der Nässe geschützt werden. Falls du doch baden gehst, kannst du dich so später wärmen und deine nassen Sachen wieder trocknen.

dry bag

2. Prüfe die Wassertiefe

Als Nächstes geht es darum, die Eigenschaften des Wassers festzustellen. Für die Wassertiefe kannst du dich an Steinen im Wasser orientieren oder einen langen Stock ins Wasser halten.

Du solltest maximal bis zu den Knien im Wasser stehen. Dies wird nicht immer möglich sein, sollte jedoch in etwa eingehalten werden. Achte darauf, dass du auch kleinere Mitglieder deiner Gruppe mit in diese Kalkulation einbeziehst.

Tiefere Wasser können bei wenig bis keiner Strömung auch in Erwägung gezogen werden.

pruefe die wassertiefe mit stock

3. Stärke der Strömung

Um die Stärke der Strömung festzustellen, kannst du stromaufwärts einen Stock ins Wasser werfen und verfolgen. Ist der Stock schneller als du komfortabel laufen kannst, ist die Strömung vermutlich zu stark.

Weiter deuten stehende Wellen auf einen unebenen Boden oder andere Hindernisse Unterwasser hin. Sei dir dessen bewusst und habe es bei der Kreuzung auf dem Schirm.

pruefe die stroemung

Die Kreuzung des Flusses – es wird nass und ernst

Schuhe an oder aus? Am Ende musst du entscheiden, wie du dich wohler fühlst und ob du die Schuhe anschließend trocknen kannst.

Ein Verletzungsrisiko besteht, denn du weißt nie genau, wie der Untergrund beschaffen ist. Tendenziell würde ich die Schuhe daher anlassen.

Wichtig ist nur trittfest zu sein, ob barfuß oder mit Schuhen. Flipflops sind daher keine Option!

Falls du keine kurze Hose anhast, würde ich deine Hose in jedem Fall ausziehen und im Rucksack verstauen.

Ist die Kleidungswahl getroffen, willst du einen stabilen Stock finden, der dir zusätzlichen Halt gibt. Außerdem kannst du ihn nutzen, um den bevorstehenden Weg vorzutasten und potenzielle Risiken auszumachen.

Bevor es losgeht, solltest du den Hüftgurt deines Rucksacks lösen. Im Notfall willst du diesen schnell loswerden, da er sich gefüllt mit Wasser zu einer tödlichen Gefahr entwickelt. Du könntest so zwar deinen Rucksack verlieren, aber wenn dich der Rucksack in die Tiefe zieht, spielt das auch keine Rolle mehr.

wasserueberquerung schuhe an oder aus

So bewegst du dich durch den Fluss

Im Wasser kannst du dich dann Flussaufwärts blickend positionieren und dich leicht in die Strömung lehnen. Bewege dich nun diagonal Richtung Flussabwärts.

Dabei solltest du immer mindestens zwei Kontaktpunkte mit dem Boden halten. Entweder Fuß und Stock oder sogar beide Füße und der Stock. Dabei hebst du deine Füße nur minimal an, um optimalen Halt zu gewährleisten.

Dein Blick geht zum Ufer. Ähnlich wie bei Höhen solltest du nicht nach unten schauen, da das strömende Wasser ebenso schwindelerregend sein kann wie der Blick in die Tiefe.

Falls ihr euch in einer Gruppe befindet, könnt ihr gemeinsam den Weg durchs kühle Nass wagen. Dabei solltet ihr euch einhaken und die stärkste Person führt vorn an. Die führende Person positioniert sich leicht aufwärts, um so das Wasser für alle anderen zu brechen und den Weg zu ebnen.

Zuletzt solltest du dir immer die Möglichkeit offenhalten, wieder umzukehren. Beharre niemals zu sehr auf einer gewählten Route, sondern erkenne ein zu hohes Risiko früh genug und kehre um!

wasserueberquerung risiko erkennen

Zusammenfassung

Eine Flussüberquerung ist ein spannendes Unterfangen. Es kann dein Selbstvertrauen stärken und ist auch förderlich für den Gruppenzusammenhalt.

Die Kreuzung eines Flusses sollte jedoch nicht unterschätzt werden, da eine übereifrige Aktion einige Gefahren bereithält.

Studierst du den Fluss vorher lange genug, wägst deine Möglichkeiten gut ab und bist bei der Überquerung stets wachsam, minimierst du die Risiken und hast gute Chancen dein Abenteuer unbeschadet fortzusetzen.

Dein Martin

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Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

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