Der Outdoor-Kocher FlexFire 6 von Wikatech im Test

Ausrüstung | noch kein Kommentar | von Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

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Ich habe hier den FlexFire 6 Premium in der Hand.

Und in dem Ratgeber möchte ich dir den Outdoor-Kocher von Wikatech vorstellen.

Am Schluss kannst du dir sicher eine Meinung über den FlexFire machen und entscheiden, ob er dir in Zukunft dienen könnte.

Lass uns nun anfangen und sofort zu den Fakten kommen.

Darum hat mich der FlexFire 6 überzeugt

Ich mag die lodernden Flammen von Hobos so sehr, wie die Hexe bei Hensel und Gretel ihren Ofen.

Hobo-Kocher mag ich sehr – auf dem Bild siehst du mich mit dem Flexfire 6
Hobo-Kocher mag ich sehr – auf dem Bild siehst du mich mit dem Flexfire 6

Daher hatte ich schon einige Outdoor-Kocher in meinen Händen.

Günstige Varianten für 17 Euro aus China.

Teure Varianten die über 150 Euro kosten und aus Titan sind.

Und auch selbst gebaute Hobos, die mit einer CNC-Fräsmaschine gefertigt wurden oder einfach nur aus Blechdosen waren (Anleitung für einen Holzvergaser).

Doch der FlexFire 6 hat mich wirklich überrascht. Besonders mit seinen vier Eigenschaften, die ich dir nun im Folgenden aufzähle, hat er mich überzeugt.

Extrem große Brennkammer mit genialem Kamineffekt

Ich mag große Brennkammern, weil ich dann nicht ständig Holz nachlegen muss.

Der Flexfire 6 hat eine riesige Brennkammer
Der Flexfire 6 hat eine riesige Brennkammer

Du merkst schon, ich nehme fast nur Holz als Brennmaterial. Falls du etwas anderes nimmst, wie Esbit oder Spiritus, brauchst du natürlich keine so große Brennkammer.

Aber für meine Bedürfnisse ist das nicht zu toppen. Denn ich mag an den kleinen Hobos nicht, dass ich ständig neue Holzästchen nachlegen muss. In wenigen Minuten ist bei den Mini-Hobos alles verbrannt.

Hier beim FlexFire 6 kann ich auch längere und dickere Äste nutzen.

Und aufgefallen ist mir noch der hervorragende Kamineffekt. Der FlexFire 6 zieht durch seine Größe hervorragend und es entsteht eine enorme Hitze im Brennraum.

Schnell zusammengebaut

Am Anfang war ich skeptisch, denn der Hersteller Wikatech sagt, dass der FlexFire in einer Minute aufgebaut ist.

Das habe ich am Anfang nicht geschafft. Ganze 4 Minuten habe ich mit der Anleitung benötigt. ABER, das war das erste Mal.

Denn dann, nach dem dritten Mal, klappt es garantiert: Der FlexFire 6 lässt sich problemlos unter einer Minute zusammenstecken und ist dann sofort einsatzbereit.

Der Flexfire 6 lässt sich problemlos unter einer Minute aufbauen (Im Bild alle Teile vom Flexfire 6 Premium)
Der Flexfire 6 lässt sich problemlos unter einer Minute aufbauen (Im Bild alle Teile vom Flexfire 6 Premium)

Stabil und sicher

Ist der Outdoor-Kocher FlexFire 6 korrekt aufgebaut, so erfüllt er alles, was ich an Sicherheit benötige:

  • der FlexFire 6 wackelt nicht und steht stabil auf dem Boden
  • der Sicherheitsmechanismus bringt ihn nicht zum Auseinanderfallen, selbst wenn du ihn schüttelst und rollst
  • es gibt keine scharfen Kanten oder Ecken
  • solide und belastbar – nenn es wie du willst – der FlexFire ist robust

Schaue dir am besten das Video weiter unten an, dort baue ich den FlexFire 6 auf, schüre ihn an und nehme ihn auch mal grob in die Hand.

Der Sicherheitsmechanismus verhindert ein Auseinanderrutschen der Teile
Der Sicherheitsmechanismus verhindert ein Auseinanderrutschen der Teile

FlexFire 6: Das Flex steht für flexibel

Ich dachte mir schon lange: "Ich will keine 3 verschiedenen Hobos zu Hause herumliegen haben."

Dann wurde mein Wunsch erhört und es kam der FlexFire auf den Markt.

Baue dir für eine kleinere Feuerstelle den FlexFire 4 zusammen und spare dadurch Packgewicht.

Brauchst du eine größere Brennkammer, nimmst du die Teile für den FlexFire 6 mit. Damit kochst du auch locker Nudeln für vier Personen.

Der FlexFire 6 Premium enthält alle Teile um ihn als FlexFire 4, FlexFire 4 Plus, FlexFire 6 oder FlexFire 6 Plus aufbauen zu können. Genial!

Den Flexfire 4 kannst du auch zusammenbauen aus dem Set vom Flexfire 6 Premium
Den Flexfire 4 kannst du auch zusammenbauen aus dem Set vom Flexfire 6 Premium

Und das Stecksystem hat noch mehr Vorteile, worauf ich weiter unten noch detailliert eingehe.

Video: Aufbauen, Anzünden und Wackeltest

In dem Video baue ich den FlexFire 6 auf (das zweite Mal). Außerdem teste ich die Brennkammer mit ihrem Kamineffekt und unterziehe dem Kocher noch einem Wackeltest.

Grundsätzliches zum FlexFire 6 auf einen Blick

Als Erstes: Der FlexFire ist ein Steck-Hobo. Das heißt, dass seine Teile zusammengesteckt werden.

Und Folgendes bringt der FlexFire noch mit:

  • Multifuel-Ausstattung: kann mit Holz, Kohle, Festbrennstoff, Spiritus- oder Gelkocher betrieben werden
  • Kamin-Prinzip: effizienter und rohstoffsparende Verbrennung von Holz
  • Material: rostfreie, hitzebeständige Edelstahl-Titan Legierung (Wandstärke: 0,8 mm)
  • Hergestellt in Deutschland
Die Anleitung ist für den FlexFire ist mehrsprachig und es gibt eine robuste Tasche für die Steckelemente
Die Anleitung ist für den FlexFire ist mehrsprachig und es gibt eine robuste Tasche für die Steckelemente

Und hier noch die technischen Daten:

  • FlexFire 6 aufgebaut 113 x 173 x 173 mm
  • FlexFire 4 aufgebaut 113 x 113 x 173 mm
  • Packmaß 200 x 200 x 18 mm
  • FlexFire 6 Premium: Gewicht 1.245 g inkl. Topfhaltern und Tasche
Die Maße vom Flexfire 4 und Flexfire 6
Die Maße vom Flexfire 4 und Flexfire 6

Der FlexFire wird zusammengesteckt

Das hast du sicher schon gemerkt, oder? Der FlexFire wird zusammengesteckt.

Und wenn du dich bei den Hobos etwas auskennst, kennst du sicher auch Hobos, die gefaltet werden. Zum Beispiel ist ein vergleichbares Produkt in der Größe die Bushbox XL von Bushcraft Essentials.

Fakt ist, dass die Bushbox schneller aufgeklappt ist als der FlexFire zusammengesteckt ist. ABER – dafür ist der FlexFire wandlungsfähiger.

Für mich ist das Zusammenstecken ein großer Vorteil, denn ich kann mich entscheiden, ob ich den Flexfire 4 mitnehmen will oder doch den Flexfire 6. Je nach Bedürfnis stelle ich meinen Hobo für MICH zusammen.

Und noch weitere Vorteile sehe ich hier gegenüber Falt-Hobos:

  • Durch die modulare Konstruktion ist es möglich mit dem FlexFire 4 einzusteigen und diesen auf den FlexFire 6 zu erweitern – ohne dass du mehrere Outdoor-Kocher mit festen Größen besitzt.
  • Ist ein Steckteil beschädigt, kannst du es einfach neu kaufen und austauschen.
  • Alle Teile lassen sich einwandfrei reinigen, da du an alle Seiten mühelos herankommst (Reinigung in der Spülmaschine ist möglich).
  • Verformungen kannst du entgegenwirken, indem du die Teile herumdrehst (die Wände und die Brennplatte immer mal wenden).
  • Falt-Hobos besitzen ein Faltmechanismus, welcher anfälliger ist als ein Stecksystem.
Der FlexFire 6 wird gesteckt, was einige Vorteile mit sich bringt
Der FlexFire 6 wird gesteckt, was einige Vorteile mit sich bringt

Verzieht sich der Flexfire 4 oder 6?

Bei Steck- und Falt-Hobo's besteht die Gefahr, dass sich die Scharniere oder die Steckverbindungen durch starke Hitze verziehen.

Aber hier kann ich dir sagen, dass das nach mehrmaligen Testen keinesfalls beim FlexFire passiert ist. Die hitzebeständige Edelstahl-Titan Legierung mit ihren 0,8 mm hält, was sie verspricht.

Mein Fazit: großer Hobo zum Kochen und Aufwärmen

Ich liebe bei dem Flexfire 6 den Kamineffekt und die große sechseckige Brennkammer. Meine 20 cm Pfannen haben Platz und das Feuer brennt hervorragend ohne viel dafür tun zu müssen.

Nicht nur Essen bereitest du mit dem Flexfire 6 zu, sondern auch als Feuerschale dient der Hobo – besonders, wenn du mit Freunden oder Freundinnen unterwegs bist.

Und der Outdoor-Kocher ist unheimlich wandlungsfähig und genau richtig für meine Bedürfnisse. Es ist sogar möglich, dass du zwei FlexFire 6 zusammenbaust und damit zwei Kochplatten schaffst.




Willst du nur mal dein Wasser aufwärmen und suchst du was Leichtes zum Mitnehmen, ist der Flexfire 6 wahrscheinlich zu groß.

Dann nimm eher den FlexFire 4 (518 g inkl. Topfhaltern und Tasche), die leichtere Variante aus der FlexFire Produktpalette.

Oder nimm gleich den LightFire mit seinen 299 Gramm von Wikatech. Der hat dann auch Platz beim Ultra-Light-Trekking.


Und nun zu dir: Wäre der Flexfire 6 was für dich? Oder besitzt du ihn sogar schon? Wie gefällt dir der sechseckige Hobo?

Lesetipp: hier findest du eine Übersicht über alle Outdoor-Kocher.


Fragen und Antworten (Q&A) zum Thema

Gibt es eine Titanversion vom FlexFire?

Derzeit ist keine Version aus Titan geplant. Laut Wikatech würde eine Titanversion auf Kosten von Robustheit und Flexibilität gehen.

Ist der FlexFire eine Alternative zur Bushbox?

Das Zusammenfalten bei der Bushbox ist unschlagbar. Jedoch bietet ein Steck-Hobo andere Vorteile, wie flexibler Zusammenbau, Austausch von beschädigten Teilen, gründliche Reinigung, Entgegenwirken von Verformungen und weniger anfällig gegen Defekte, da kein Faltmechanismus vorhanden ist.

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Über den Autor

Martin Gebhardt

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Howdy, ich bin Martin. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Leben in der Wildnis. Mit dem Survival-Basic-Kurs bist du auf dein nächstes Abenteuer erstklassig vorbereitet. Das sind 7 Lektionen die dir Power für die Wildnis geben.



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