Der Transpirationsbeutel: Mit dieser Survival-Methode sammelst du mühelos Wasser in der Wildnis

Kategorie: Survival | noch kein Kommentar


Martin Gebhardt

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Der Transpirationsbeutel: Mit dieser Survival-Methode sammelst du mühelos Wasser in der Wildnis

Was wäre, wenn du nicht erst aufwändig nach Wasser graben musst, um an Wasser zu gelangen?

Tatsächlich ist nach Wasser graben gar nicht nötig, denn es hängt sozusagen an den Bäumen.

Du musst es nur "ernten".

Das Beste ist:

In wenigen Stunden verfügst du mit dieser effizienten und simplen Methode über Wasser.

Jeder Outdoor-Liebhaber sollte diese Methode kennen, um im Notfall zu überleben.

Und es gibt noch einen Punkt, der äußerst wichtig ist:

In einer Überlebenssituation musst du Kräfte sparen. Nach Wasser graben kostet VIEL Energie.

Die Methode mit dem Transpirationsbeutel kostet dich fast keine Energie.

Ich zeige dir nun wie einfach es ist.

Das Video zum Transpirationsbeutel

In dem Video stelle ich die Survival-Technik auch vor. Schau es dir an, wenn du lieber Videos schaust.

Der Gewächshaus-Effekt arbeitet für dich

Als Kind war ich oft im Gewächshaus meiner Großeltern. Es war stickig warm darin und die Tropfen hingen an den Scheiben. Ich fragte mich oft, warum die Luft darin “steht” und warum es so schwül ist. Eines Tages erklärte mir Opa Rudi das System:

Durch das Glas fällt das Sonnenlicht in das Gewächshaus. Die Energie des Sonnenlichts wird von den Objekten (Steine, Erde, Pflanzen) darin aufgesaugt (absorbiert). Und mit der Zeit strahlen die Objekte die Wärme wieder ab. Da es im Gewächshaus nur wenig Luftaustausch gibt, bleibt die warme Luft im Gewächshaus: die Temperatur steigt.

Diesen Effekt nutzen wir nun bei der Wassergewinnung mit dem Transpirationsbeutel.

  • Die Bäume nehmen Feuchtigkeit und Wasser über ihre Wurzeln auf.
  • Diese befördern sie in die Blätter und die Blätter geben Feuchtigkeit in ihre Umgebung ab.
  • Durch das “Gewächshaus-Klima” verstärken wir den Effekt und sammeln gleichzeitig das Wasser in unserem Beutel.
Durch den Gewächshaus-Effekt sammeln wir das Wasser, das von den Blättern abgegeben wird
Durch den Gewächshaus-Effekt sammeln wir das Wasser, das von den Blättern abgegeben wird

Beutel, Strick und Geduld

Diese Materialien brauchst du:

  • Plastiktüte, am besten eine große durchsichtige, eine schwarze Tüte ist ungeeignet, weil die Sonnenstrahlen nicht durchkommen
  • Strick oder Draht
  • einen nicht-giftigen Baum mit vielen Blättern (je mehr Blätter, desto effektiver!)
  • viel Sonnenschein

Schritt für Schritt zum Wasser

Im Grunde ist es nur ein Schritt, um mit der Transpirations-Methode Wasser zu sammeln:

Nimm eine große, durchsichtige Plastiktüte und stülpe sie über einen grünen Ast oder den Sprössling eines ungiftigen Baumes.

Schauen wir uns die Details an, denn sie sind wichtig:

  1. Suche dir einen Zweig aus, der den ganzen Tag überwiegend in der Sonne liegt.
  2. Schüttele den Zweig, um alle Insekten loszuwerden.
  3. Stülpe dann die Plastikfolie über den Zweig.
  4. Binde die Plastikfolie luftdicht an der Öffnung ab.
  5. Optional bindest du den Zweig nach unten hin fest, dass das Wasser NICHT zur Öffnung des Beutels läuft, sondern in eine Ecke.
Verankere den Beutel nach unten hin zum Boden, zum Beispiel mit einem Strick und einem selbst geschnitzten Hering
Verankere den Beutel nach unten hin zum Boden, zum Beispiel mit einem Strick und einem selbst geschnitzten Hering

Wenn nun der Wasserdampf und die Tröpfchen im Beutel schwerer werden, laufen sie zum Boden des Beutels.

Das war es schon. Nun wartest du 12 bis 24 Stunden und überprüfst dann, wie viel Wasser sich angesammelt hat.

Je nach Beutelgröße und Blätter im Beutel sammelst du mehrere 100 Milliliter. Mit einer großen Mülltüte (60 Liter z. B.) sammelst du mit einem guten Baum und an einem sonnigen Tag bis zu 500 Milliliter.

Das Wasser im Beutel sammelt sich dann an der tiefsten Stelle
Das Wasser im Beutel sammelt sich dann an der tiefsten Stelle

Hinweise zum Transpirationsbeutel

  • Das erzeugte Wasser kann eine leichte Verfärbung aufweisen, die durch die Tannine in den Blättern verursacht wird. Es schmeckt aber gut und ist sofort trinkbar. Tannine sind Gerbstoffe und fast jede Frucht, wie ein Apfel oder eine Birne, besitzt Tannine. Sie sind ungiftig in normalen Mengen und besitzen sogar eine heilende Wirkung.
  • Es ist am besten, das erzeugte Wasser innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen.
  • Wechsle die Zweige nach 48 Stunden, um den Baum nicht zu beschädigen.

Was das war's schon?

Jap. So einfach ist die Methode um Wasser zu sammeln.

Ich muss es einfach noch einmal sagen, damit du dich daran erinnerst:

Das ist eine der effizientesten Survival-Methoden, um mit sehr geringem Aufwand Wasser zu gewinnen.

Und nun kennst auch du die Methode. Glückwunsch. ;-)


Schaue dir auch unbedingt DIESEN Blog-Beitrag an, der dir noch viele weitere Methoden aufzeigt, wie du in der Wildnis Wasser findest und sammelst.

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