Survival im Winter – diese Tipps sind wichtig bei Kälte

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Martin Gebhardt

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Survival im Winter – diese Tipps sind wichtig bei Kälte

Schlechtes Winterwetter und Kälte stellen große Herausforderungen beim Survival dar.

Um unnötige Risiken zu vermeiden, ist es wichtig, bereits im Vorfeld sorgfältig zu planen.

Mit den folgenden Tipps kannst du dich auf ein Survival in der Kälte vorbereiten.

Warmhalten im Winter

Eine Kombination aus kürzeren Tagen, starken Winden, niedrigeren Temperaturen sowie Eis und Schnee begünstigt ein schnelles Auskühlen deines Körpers.

Er muss härter arbeiten und mehr Kalorien verbrennen, um dich warm zu halten.

Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben beim Survival bei kaltem Wetter, auf die Körpertemperatur zu achten.

In Schichten kleiden

Das ist der beste Weg, um die Körpertemperatur bei kaltem Wetter zu regulieren.

Mehrere Schichten sind besser als eine dicke, denn die vom Körper erwärmte Luft bildet zwischen den Schichten eine Isolation gegen die Kälte.

Drei bis fünf Schichten sind für die meisten Erwachsenen empfehlenswert. Die erste Schicht sollte aus feuchtigkeitsableitendem Material bestehen, um Schweiß von der Haut wegzuführen.

Die Außenschicht sollte immer wind- und wasserdicht sein, um den Wärmeaustausch zu minimieren und Feuchtigkeit von außen fernzuhalten.

Schichten eignen sich zudem hervorragend zur Temperaturregulierung, da du Kleidungsstücke je nach Bedarf an- und ausziehen kannst, um weder zu schwitzen noch zu frieren.

In Bewegung bleiben

Wenn du dich bewegst, bleibt deine Herzfrequenz hoch und das warme Blut zirkuliert zu deinen Extremitäten.

Allerdings solltest du darauf achten, ein moderates Tempo einzuhalten und dich nicht zu überanstrengen.

Wenn du schweißgebadet bist, lässt die Feuchtigkeit deinen Körper auskühlen. Ziehe Kleidungsstücke aus, wenn es dir zu warm wird. Verlangsame dein Tempo oder lege regelmäßig eine Ruhephase ein, um zu vermeiden, dass du dich zu schnell auspowerst.

In Bewegung bleiben
In Bewegung bleiben

Den Kopf bedecken

Bis zu 90 % der Körperwärme geht über den Kopf verloren.

Eine Mütze verhindert das nicht nur, sondern schützt auch deine Ohren vor Erfrierungen. Du kannst sie auch ganz bequem abnehmen, wenn es dir zu heiß wird.

90 % der Körperwärme geht über den Kopf verloren
90 % der Körperwärme geht über den Kopf verloren

Für Energienachschub sorgen

Da du beim Survival im Winter viel Energie durch Aktivität verbrennst, und um deine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, musst du zusätzliche Kalorien und mehr Flüssigkeit zu dir nehmen.

Es ist wichtig, extra kalorienreiche Rationen einzupacken. Das können zum Beispiel Nüsse, Müsliriegel, Powerriegel oder Energiegels sein.

Isotonisches Getränkepulver, das in Wasser oder geschmolzenen Schnee gerührt wird, versorgt den Körper besser mit Flüssigkeit als Wasser alleine.

Schaue dir dazu am besten noch meinen Artikel “Survival Basics: welches Essen mit in die Wildnis nehmen?” an.

Nüsse liefern Eiweiß und Kohlenhydrate und sind eine perfekte Survival-Nahrung
Nüsse liefern Eiweiß und Kohlenhydrate und sind eine perfekte Survival-Nahrung

Einen Unterschlupf bauen

Der Bau eines Unterschlupfes hat bei kaltem Wetter oberste Priorität.

Ein guter Unterschlupf hält Wind und Feuchtigkeit fern und ermöglicht es dir, dich aufzuwärmen.

Das Survival bei kaltem Wetter stellt einige zusätzliche Herausforderungen und Vorteile beim Bau eines Unterschlupfes dar.

Die einfachste Bauweise ist Schnee auf ein Gerüst aus Ästen zu stapeln. Schnee ist ein ausgezeichneter Isolator und bildet eine hervorragende äußere Schicht für einen Unterstand.

Eine Decke oder Plane eignet sich gut als Dach. Baue einfach ein Gestell aus Zweigen und lege Decke oder Plane darauf. Oder du nutzt sie als isolierende Unterlage für zusätzlichen Schutz gegen Kälte und Feuchtigkeit.

Falls du ein Feuer im Unterstand machen möchtest, musst du unbedingt darauf achten, ein Luftloch zur Belüftung einzubauen. Sonst besteht Erstickungsgefahr.

Ein Feuer machen

Feuer ist in einem Überlebensszenario bei kaltem Wetter aus zwei Gründen unerlässlich.

Erstens, um dich warm zu halten. Das scheint offensichtlich, aber die Bedeutung kann nicht genug betont werden. Ein Feuer zu haben wird deine Moral steigern und die Angst vor Erfrierungen im Zaum halten.

Zweitens, um Schnee zu schmelzen. Dadurch erhältst du eine nahezu unbegrenzte Wasserversorgung und das Kochen von Schneewasser tötet Krankheitserreger ab.

Beim Holzsammeln im Winter ist es besser, Äste zu wählen, die nicht mit Schnee bedeckt sind, da sonst die Feuchtigkeit im Holz die Verbrennung erschwert. Suche nach toten Ästen in den unteren Teilen der Bäume.

Lies auch meinen Artikel “Wie entzünde ich ein Feuer? [in 10 Schritten zum Erfolg]” dazu.

Feuer im schnee
Feuer im schnee

Erste Hilfe bei kaltem Wetter

Die beiden größten medizinischen Probleme, die beim Survival im Winter auftreten können, sind Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen.

Beides ist sehr gefährlich und muss immer im Auge behalten werden. Deshalb ist es wichtig, die Symptome und Sofortmaßnahmen zu kennen.

Unterkühlung erkennen und behandeln

Die Hypothermie ist ein Zustand, in dem die Körpertemperatur unter die Fähigkeit zur Selbstregulierung fällt.

Dies beginnt typischerweise, wenn die Kerntemperatur unter 35 Grad Celsius liegt. Dann muss sofort gehandelt werden.

Zu den Symptomen einer Unterkühlung zählen Schüttelfrost, Koordinationsverlust, ein schwacher Puls, Schläfrigkeit, verlangsamte Sprache und Verwirrung oder Gedächtnisverlust.

Das Beste wäre in diesem Fall sofort einen Notarzt zu rufen. Sollte das nicht möglich sein oder es dauert eine Weile, bis ein Arzt eintrifft, ist es wichtig nasse Kleidung auszuziehen.

Suche eine windgeschützte Stelle auf, wenn vorhanden einen Unterstand oder ein Feuer, um einen weiteren Wärmeverlust zu verhindern.

Bist du mit mehreren Personen unterwegs, kann auch die Körperwärme der Begleiter zum Warmhalten genutzt werden.

Das Trinken einer warmen Flüssigkeit hilft auch, um die Körpertemperatur wieder zu steigern.

Erfrierungen erkennen und behandeln

Zu Erfrierungen kommt es, wenn ein Körperteil, meist die Extremitäten wie ein freiliegendes Ohr oder die Nase, so kalt wird, dass sich Eiskristalle im Gewebe bilden.

Frostbeulen musst du sofort behandeln, da sie zum Verlust des erfrorenen Körperteils führen.

Erfrierungen erkennst du durch ein Taubheitsgefühl im betroffenen Bereich, weiße Flecken auf der Haut, die bei einer starken Erfrierung schwarz werden und eine Aushärtung der betroffenen Stelle.

Wenn möglich musst du beim Feststellen einer Erfrierung sofort ärztliche Hilfe holen.

Begib dich in einen Unterschlupf oder an ein Feuer und erwärme schrittweise den betroffenen Bereich. Dafür kannst du auch warmes Wasser verwenden.

Allerdings darfst du keine heißen Gegenstände auf die betroffene Stelle legen. Das kann zu Verbrennungen führen, die du aufgrund des Taubheitsgefühls nicht spüren kannst.

Versuche bei erfrorenen Zehen oder Füßen nicht zu gehen, das kann zusätzliche Schäden verursachen. Auf keinen Fall darfst Du die betroffene Stelle reiben, um sie aufzuwärmen.

Zusammenfassung

Survival bei kaltem Wetter birgt viele Gefahren.

Mit einer gewissen Planung und einer sorgfältig ausgewählten Kaltwetter-Überlebensausrüstung kannst du jedoch die Erfolgsaussichten erheblich steigern.

Erfahrung spielt beim Surival im Winter eine große Rolle.

Bevor du dich in ein großes Abenteuer begibst, solltest du in einem nahegelegenen Wald oder Schneegebiet üben.

Dadurch kannst du prüfen, ob deine Ausrüstung geeignet ist und ob du Feuer machen und einen Unterschlupf bauen kannst.

Erst dann ist es sinnvoll, eine längere Tour in Angriff zu nehmen.



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