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Camping in einem Wintersturm: diese 11 Tipps helfen dir, um sicher zu bleiben

Ein Wintersturm kann beim Camping eine gefährliche Sache werden. Ergreife die notwendigen Schritte, um so sicher und komfortabel wie möglich zu bleiben.

Camping in einem Wintersturm: diese 11 Tipps helfen dir, um sicher zu bleiben

Martin Gebhardt

Von Martin Gebhardt. Schaue auf seine “Über mich”-Seite und abonniere seinen Newsletter.


Camping im tiefsten Winter kann eine beeindruckende Erfahrung sein, insbesondere in Gebieten, in denen es im Winter tolle Schneelandschaften zu bewundern gibt.

Was zu Beginn wie ein wunderschönes Abenteuer klingt, kann sich jedoch rasch in eine brenzlige Situation verwandeln.

Zwar ist es hierzulande eher unwahrscheinlich, in einen starken Wintersturm, auch Blizzard genannt, zu geraten, doch sollte deine Sicherheit beim Camping jederzeit an erster Stelle stehen.

Ebendarum habe ich 11 Tipps ausgearbeitet, die dir dabei helfen sollen, auch im tiefsten Winter und während eines aufkommenden Wintersturms sicher zu bleiben.

Kurzfassung: Mit diesen Tipps bist du bestens bei einem Wintersturm gerüstet

  • Informiere dich über dein Zielgebiet
  • Gehe nicht allein (oder informiere Angehörige)
  • Das Zwiebelprinzip
  • Schütze dich vor eiskalten Windböen
  • Bleibe trocken
  • Rüste dich passend aus
  • Sorge für Wärmemöglichkeiten
  • Nutze natürliche Ressourcen zum Kälteschutz
  • Meide tiefe Täler (grundsätzlich)
  • Vergiss nicht zu essen und zu trinken
  • Isolation, Isolation und nochmals Isolation

Die folgende Tipps und Ratschläge werde ich im folgenden Artikel näher für dich beleuchten.

Bedenke allerdings, dass kein Tipp oder Ratschlag der Welt das eigene Bewusstsein für deine Umwelt sowie Gabe des korrekten Einschätzens von Situationen ersetzen kann.

Im Optimalfall sorgst du so verantwortungsbewusst wie möglich dafür, gar nicht erst in derartige Situationen zu geraten.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen.

1. Informiere dich über dein Zielgebiet

Je mehr Informationen du über dein Zielgebiet einholen kannst, desto besser.

Nichts, aber auch wirklich gar nichts kann dich noch vor deinem Camping-Abenteuer besser auf alle Eventualitäten vorbereiten, als im Voraus eingeholte Informationen.

Bevor du dich auf den Weg machst, ist es wichtig, sich über das Reiseziel zu informieren. Es gibt einige Dinge, an die du denken solltest, bevor du losziehst.
Bevor du dich auf den Weg machst, ist es wichtig, sich über das Reiseziel zu informieren. Es gibt einige Dinge, an die du denken solltest, bevor du losziehst.

Doch was ist damit genau gemeint, welche Informationen benötigst du und was kannst du mit ihnen anfangen?

Zu Beginn solltest du die dortige Wetterlage der letzten Tage und Wochen prüfen.

Im Klartext bedeutet das: Wenn du weißt, dass du in zwei Wochen einen Trip in die tiefste Wildnis im Winter planst, dann prüfe die nächsten zwei Wochen regelmäßig das dortige Wetter: kam es in letzter Zeit gehäuft zu Stürmen? Welche Temperaturen herrschen dort am Tag und in der Nacht?

Gibt es Stürme oder besondere Wettervorkommnisse in der Nähe deines Wunschortes?

Je mehr du über die Witterung und deren Gegebenheiten dort weißt, desto besser kannst du dich darauf vorbereiten oder dir ein Ausweichziel suchen.

Zu Beginn deiner Reise solltest du die Wetterlage in dem Gebiet der letzten Tage und Wochen prüfen. Besonders in den Bergen musst du mit Wetterumschwüngen rechnen.
Zu Beginn deiner Reise solltest du die Wetterlage in dem Gebiet der letzten Tage und Wochen prüfen. Besonders in den Bergen musst du mit Wetterumschwüngen rechnen.

Sollte es in dieser Gegend in den letzten Wochen zu regelmäßigen Stürmen gekommen sein, so ist ein erneuter Sturm nicht auszuschließen.

Des Weiteren solltest du dich zumindest ein wenig im entsprechenden Gelände auskennen.

Wo befindet sich die Zivilisation und wie weit bist du von dieser entfernt? Besteht die Möglichkeit, Schutz zu suchen, falls du mit dem Zelt unterwegs bist? Besteht vielleicht sogar Lawinengefahr, wenn weiterhin Schnee in Blizzard-Stärke herabfällt?

Jede Information, die du über deinen geplanten Aufenthaltsort einholen kannst, hilft dir, Risiken vernünftig einzuschätzen. So kannst du Risiken kalkulieren und dich auf diese vorzubereiten.

Ein Camping-Abenteuer kann unglaublichen Spaß mit sich bringen, doch geht auch Verantwortung damit einher. Vergiss das also auf keinen Fall während deiner Phase der Vorbereitung.

2. Gehe nicht allein (oder informiere Angehörige)

Ja, ich weiß: Die Einsamkeit, Ruhe und Gelassenheit der Wildnis hat ihren Charme und es gibt wohl kaum etwas Entspannteres, als sich in vollkommener Ruhe in der Natur aufzuhalten.

Fernab von jeder Zivilisation kannst du dich uneingeschränkt auf die eigenen Urinstinkte verlassen und zur Natur wieder eine Verbindung aufbauen.

Deine Absichten in allen Ehren, aber in der tiefsten Winterzeit solltest du das noch einmal überdenken.

Ich möchte dir nichts madig reden, sondern lediglich eindringlich an deine Vernunft appellieren.

Solltest du wirklich beabsichtigen, dich weit außerhalb der Reichweite der Zivilisation auf ein Camping-Abenteuer zu begeben, dann solltest du nicht allein losziehen.

Hast du keinen Partner für deinen Ausflug, dann setze zumindest Angehörige über deinen genauen Aufenthaltsort in Kenntnis, gegebenenfalls per GPS.

sage immer jemanden bescheid wohin du in die wildnis gehst

In verschneiten Winterlandschaften, so schön sie auch sein mögen, kann man dir im Notfall nur schwer helfen. Das gilt vornehmlich während eines Wintersturms!

Unschöner Klartext: Im schlimmsten Falle bist du einfach verschwunden und wirst erst dann gefunden, wenn der Schnee beginnt zu schmelzen – und das kann dauern.

Sorge also unbedingt dafür, dass jemand weiß, wo du dich befindest.

Andernfalls entferne dich nicht allzu weit von der nächsten Anlaufstelle oder etwa der nächsten Bergwacht, falls du dich im Gebirge befindest.

3. Das Zwiebelprinzip

Nein, das Zwiebelprinzip hat absolut nichts mit deiner Ernährung zu tun, sondern tatsächlich mit deiner Kleidung.

Das größte Risiko eines Wintersturms oder Blizzards ist dessen unerbittliche Kälte. Die frisst sich schneller als Salzsäure in deine Knochen und nimmt dir im Laufe der Zeit nahezu jede Möglichkeit der Bewegung.

Der beste Schutz, den du gegen die beißende Kälte haben kannst, ist angemessene Kleidung, die nach dem Zwiebelprinzip angelegt wurde.

Wie du weißt, hat eine Zwiebel mehrere Schichten – genau das solltest du dir abschauen!

Die richtige Kleidung im Winter ist essenziell
Die richtige Kleidung im Winter ist essenziell

Trage nicht nur eine Kleidungsschicht, sondern gleich mehrere, die dich vor Wind und Kälte schützen, besonders in einem starken Wintersturm.

Die erste, also unterste Schicht sollte relativ eng anliegen und deinem Körper dabei helfen, Wärme in sich zu behalten, anstatt sie nach außen abzugeben.

Lange (Thermo-)Unterwäsche eignet sich hervorragend für diesen Zweck. Gehe aber auch bei deinen Socken nach diesem Prinzip vor und sorge dafür, dass möglichst viele Körperstellen, auch an den Extremitäten, bedeckt sind.

Die zweite Schicht soll zwar ebenfalls als eine Form der Isolation dienen, doch schützt sie dich hauptsächlich vor dem Wind und sorgt dafür, dass keine Flüssigkeit eindringen kann.

Hier eignen sich also besonders Pullover, (wasserfeste) Winterjacken, Schals, Mützen und weitere Kleidungsstücke. Versuche auch hier, möglichst viele Stellen deines Körpers zu bedecken.

Schütze deinen Kopf im Winter
Schütze deinen Kopf im Winter

Vernachlässige während eines Wintersturms den Schutz deines Gesichts nicht.

Was vielleicht lustig klingen mag, ist für so manchen Überlebenden eines Wintersturms bittere Realität geworden: Die Nasenspitze friert dir leichter ab, als du vielleicht glaubst.

Bedecke also auch diese Stellen mit Schals, Sturmhauben oder ähnlichen Kleidungsstücken, je nach Härte des Sturms.

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4. Schütze dich vor eiskalten Windböen

Eiskalte Windböen sind dein absoluter Todfeind in einem Blizzard, weswegen du dich stets und ständig vor ihnen schützen solltest.

Damit meine ich nicht nur, wie eben erwähnt, eine dich schützende Schicht Kleidung, sondern auch dein Zelt oder deinen Schlafplatz, wo auch immer dieser sein möge.

Es hilft dir nichts, wenn du eine kleine Höhle zum Übernachten entdeckt hast, in welche aber dennoch Windböen eindringen, die dich blitzschnell unterkühlen lassen.

Versiegle deinen Schlafplatz also so gut du kannst gegen eindringenden Wind, damit du so warm wie möglich bleibst.

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5. Bleibe trocken

Ein weiterer Punkt, der dir in einem Wintersturm zum Verhängnis werden kann, ist Feuchtigkeit.

Das gilt sowohl für deine Kleidung als auch für deine Übernachtungsmöglichkeit. Versuche also stets, die obere Kleidungsschicht so wasserdicht wie möglich zu gestalten, um zu verhindern, dass kühles Nass an deinen Körper dringt.

Trage des Weiteren stets und ständig einen trockenen Satz Kleidung bei dir. Solltest du es nämlich einmal nicht vermeiden können, wirklich nass zu werden, musst du schnellstmöglich dazu in der Lage sein, dich der feuchten Kleidung zu entledigen.

Bist du nass, schlüpfe in einen trockenen Satz Klamotten, bevor du Kälteschäden davonträgst.

Um möglichst trocken zu bleiben, halte dich, falls möglich, von tiefem Schnee oder Schlamm fern. Andernfalls reduziere die darin verbrachte Zeit, sodass du nicht allzu lange damit in Berührung kommst.

Wie du dir vorstellen kannst, ist das in einem Wintersturm nicht selten extrem schwierig. Falls unvermeidbar, gilt dennoch: Komm so schnell wie möglich wieder da raus!

6. Rüste dich passend aus

Dass du dich für einen Camping-Ausflug ordentlich ausstatten solltest, erschließt sich dir wahrscheinlich von selbst.

Doch kann es nicht schaden, ein paar an das Wetter angepasste Ausrüstungsgegenstände bei dir zu tragen, die dir deinen „Winterurlaub“ ein wenig leichter machen.

Die richtige Ausrüstung ist im Winter ein entscheidender Faktor, besonders wenn du dich von dem kalten Boden schützen willst
Die richtige Ausrüstung ist im Winter ein entscheidender Faktor, besonders wenn du dich von dem kalten Boden schützen willst

Dazu zählt unter anderem Equipment wie:

Es gibt selbstverständlich noch zahlreiche andere Gegenstände, die sich hervorragend für einen winterlichen Camping-Ausflug eignen.

Du siehst, dass die mitgebrachte Ausrüstung dir entweder Wärme spenden kann, dir bei Notfällen hilft oder eine Signalwirkung erzielen soll.

Auf diesen Faktoren sollte, neben deiner Standardausrüstung, der Fokus in einer Winterlandschaft liegen.

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7. Sorge für Wärmemöglichkeiten

Falls du dich im vorherigen Abschnitt gefragt hast, wieso du ausgerechnet einen Camping-Grill bzw. Ofen mitbringen solltest, bekommst du nun deine Antwort.

Du wirst vermutlich nicht zu jeder Zeit dazu kommen, dir etwas Leckeres zuzubereiten, doch ist dieser Gegenstand dazu in der Lage, dich angemessen zu wärmen, wenn es hart auf hart kommt.

Auch ein paar Handwärmer, mit denen du dich in den Schlafsack kuschelst, können bereits einen großen Unterschied machen.

Falls nichts mehr funktioniert, greife auf Streichhölzer / Teelichter / Kerzen oder Feuerzeuge zurück. Auch wenn es sich dabei um vergleichsweise kleine Flammen handelt, sollte die Wärme genügen, dich vor dem Erfrieren zu bewahren.

Hier treten ebenso Gemeinsamkeiten mit vorherigen Punkten auf: Alle Wärme spendenden Maßnahmen werden dir nicht weiterhelfen, wenn du es nicht schaffst, den Wind aus deiner Unterkunft herauszuhalten.

Tue also, was notwendig ist, um Wärme zu produzieren und diese auch möglichst in deiner Unterkunft zu halten.

Um deinen Körper warmzuhalten, kannst du natürlich auch den Klassiker nutzen: Bewegung.

Man glaubt es kaum, aber ein bisschen sportliche Betätigung kann Wunder bewirken. Du musst keine Höchstleistungen vollbringen, aber durch ein wenig Bewegung produziert dein Körper Wärme, die in deinem Unterschlupf bleibt, sofern du diesen angemessen abgedichtet hast.

in bewegung bleiben winter

Eine kleine Erinnerung und Warnung muss ich allerdings aussprechen: Auf welche Art auch immer du Wärme produzierst, sei dabei vorsichtig und achte auf deine Sicherheit.

Das gilt insbesondere in brennbaren Zelten oder geschlossenen Innenräumen, wenn du mit Gas herumexperimentierst. Alle Wärme hilft dir nichts, wenn dein Zelt verbrannt ist oder du an giftigen Gasen erstickt bist.

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8. Nutze natürliche Ressourcen zum Kälteschutz

Mit diesem Punkt ist nicht gemeint, dass du losziehen sollst, um einem Bären, einem Wolf oder einem anderen Wildtier das Fell über die Ohren zu ziehen, um es als wärmenden Mantel zu nutzen (Respekt, wenn du es dennoch zustande bringst).

Hier spreche ich einmal wieder den Wind an. Denn du kannst mehr tun, als nur dein Zelt vernünftig abzuschirmen.

Nutze deine Umgebung und schaue dich nach dichten Wäldern, Felsen, Höhlen und Hügeln um, die dir bereits ohne großes Zutun Schutz vor eisigen Winden gewähren.

zelt im wald im winter

Achte dabei darauf, dass du dir nicht unbedingt eine Position suchst, in der du innerhalb von zwei Minuten eingeschneit bist, doch vermeide auch allzu offene Positionen, die dir keinerlei Schutz vor dem Wind bieten.

Grundsätzlich bietet Schnee dir generell keinen angemessenen Untergrund für dein Zelt oder deinen Schlafplatz.

Falls du allerdings geübt darin bist, kannst du dir natürlich auch ein bequemes und stabiles Iglu bauen, das dich schützt.

Tue dies aber bitte wirklich nur dann, wenn du weißt, was du tust. Falls nicht, verlierst du kostbare Zeit, während du im Extremfall mehr und mehr abkühlst.

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9. Meide tiefe Täler

Dieser Tipp gilt grundsätzlich, Ausnahmen sind jedoch möglich. Im Normalfall sammelt sich in tiefen Tälern mehr Schnee als in weiter oben gelegenen Gegenden.

Dasselbe gilt übrigens auch für Wasser, und du hast ja bereits etwas darüber lesen dürfen, was zu viel Feuchtigkeit und Nässe für fatale Auswirkungen hat.

eingeschneites zelt

Wie bereits betont, gibt es allerdings Ausnahmen. Ist der Wind weiter oben gelegen unerträglich und gibt es für dich keine Möglichkeiten der Abschirmung, dann ist das Tal das kleinere Übel, sofern du vorsichtig bist und dein Bestes tust, um dich trocken zu halten.

Im Optimalfall befindest du dich allerdings ein Stück weiter oben auf einer Anhöhe, während du eine Möglichkeit gefunden hast, dich vor eiskaltem Wind zu schützen. Nimm dir dazu alle bisher genannten Tipps zu Herzen.

10. Vergiss nicht zu essen und zu trinken

Das Essen ist wärmetechnisch von besonderer Bedeutung. Nimmst du Nahrungsmittel zu dir, die dein Körper verdauen und verwerten muss, produziert dieser auch gleichzeitig Wärme.

Im Umkehrschluss wird deine Körpertemperatur dadurch stabil gehalten, während du gleichzeitig etwas Wärme an deine Umgebung abgibst – auch in deinem Unterschlupf steigt also etwas die Temperatur.

gaskocher im winter

Des Weiteren kommt es nicht selten vor, dass die generelle Körpertemperatur eines Menschen abnimmt, wenn sich dieser in einem vergleichsweise starken Kaloriendefizit befindet, wie es zum Beispiel in einer Diät der Fall ist.

Grundsätzlich ist das nichts Schlimmes, doch möchtest du unter keinen Umständen unnötig Körperwärme verlieren.

Isst du außerdem nicht genug, wirst du schnell müde, bewegst dich weniger und schläfst mehr.

Verstehe mich nicht falsch, sicher musst du auch einmal schlafen, doch auch dann sinkt die Körpertemperatur erneut ein Stück.

Was grundsätzlich nicht tragisch ist, verträgt sich überhaupt nicht gut mit den Umständen, in denen du dich aktuell befindest.

Auch trinken musst du regelmäßig, um nicht zu dehydrieren. Doch übertreibe es auch nicht, da du dich ansonsten in kurzen Abständen hintereinander entleeren musst.

schnee im topf schmelzen

Befindest du dich währenddessen mitten in einem Blizzard, wäre es ungünstig, das Zelt oder den Unterschlupf zu verlassen. Du musst also zur guten alten Flasche oder einem anderen Gefäß zurückgreifen, um dein Geschäft zu erledigen.

So seltsam es für dich nun klingen mag, behalte die Flasche oder das genutzte Behältnis über die Dauer des Wintersturms in deinem Unterschlupf.

Die darin enthaltenen Ausscheidungen strömen ebenso etwas Wärme aus, die dir nützlich sein kann.

11. Isolation, Isolation und nochmals Isolation

Mit Isolation steht und fällt alles, wenn es um das Überstehen eines Wintersturms geht.

Du willst und sollst alles erdenklich Nötige dafür tun, um Wärme in deinem Körper und / oder deinem Unterschlupf zu halten.

Das bedeutet im Klartext, dass du das Zwiebelprinzip im Optimalfall überall anwendest, wo es dir möglich ist.

Sorge dafür, dass dein Schlafplatz windgeschützt ist und die Wärme nicht so einfach entweichen kann. Lege deinen Schlafsack nicht auf den Boden, sondern auf eine Isomatte.

Nimm dir vielleicht eine weitere Decke und ziehe sie über den Schlafsack, dann schlüpfe hinein. Produzierte Körperwärme bleibt bei dir, Kälte bleibt dir hoffentlich fern.

im zelt schlafsack warm bleiben

Fazit: Alles steht und fällt mit Wärmeisolation

Nun hast du mehr als nur ein paar nützliche Informationen erhalten, was du tun kannst, wenn du während eines Camping-Abenteuers in einen Wintersturm oder Blizzard gerätst.

Wie überall gilt zuallererst einmal: Vorbereitung ist der beste Schutz, den du dir aneignen kannst, ohne selbst in eine brenzlige Situation zu geraten. Alles, was danach folgt, ist Reaktion auf eine Situation.

Befindest du dich in einem Wintersturm, musst du ohne Zweifel reagieren und deine Reaktion sollte stets und ständig sein: Wärmeisolation!

Was in diesem Artikel, insbesondere während der Fokussierung auf eisige Windböen, vielleicht überzogen klingt, ist bittere Realität.

Dementsprechend im Schlusswort noch ein paar Gedanken, die du dir vielleicht zu Herzen nehmen solltest.

Befindest du dich in eisiger Kälte und sinkt deine Körpertemperatur Stück für Stück immer weiter, wirst du nicht mehr dazu in der Lage sein, die Belastungen durchzustehen, die du im Normalfall problemlos meistern würdest.

Hypothermie, also Unterkühlung, ist nichts, womit sich spaßen lässt.

Im schlimmsten Falle, wenn du nicht dazu in der Lage bist, für eine angemessene Wärmeisolation zu sorgen, versagen im Laufe der Zeit deine Körperfunktionen eine nach der anderen, was letztlich zum Tode führen kann.

Also erneut eine kleine Erinnerung von mir für dich: Genieß deine Camping-Ausflüge, die Natur, dein Bushcraft oder Survival-Abenteuer – doch denke stets und ständig an deine Sicherheit.

Gehe niemals ein Risiko ein.

Kein Abenteuer ist es wert, erlebt zu werden, wenn du danach nicht wieder heil nach Hause kommst, um stolz davon zu berichten und dich daran zu erinnern.

Dein Martin

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Fragen und Antworten (Q&A) zum Thema

Ist es sicher, während eines Schneesturms nach draußen zu gehen?

Bleibe bei Stürmen im Haus oder in deinem Zelt, es sei denn, du bist in bester körperlicher Verfassung. Wenn du herausgehen musst, dann vermeide Überanstrengung.

Wie würdest du einen Schneesturm in der Wildnis überleben?

Suche dir sofort irgendeine Form von Schutz. Böige Winde können dazu führen, dass die Windkühle deine Körperkerntemperatur auf ein gefährliches Niveau senkt. Wenn du nass bist, versuche, trocken zu werden. Bleibe hydratisiert, aber esse keinen Schnee.

Wie überlebt man einen Schneesturm im Zelt?

Wenn ein Schneesturm beginnt, während du dich in deinem Zelt befindest, bleibe in diesem Fall drinnen und schließen alle Klappen und Reißverschlüsse. Halte dich bei Bedarf warm, indem du dich zusammenkuschelst, oder steige in Ihren Schlafsack.

Was sind Überlebenstipps für Schneestürme im Haus?

Fügen deinen Fenstern und Türen eine zusätzliche Isolierung hinzu. Besorgen dir Vorräte, wie Nahrung und Wasser. Hole dir außerdem warmen Decken, um dich zu wärmen. Verlasse zusätzlich das Haus nicht und halte dein Smartphone + einen Backup-Akku oder eine Powerbank aufgeladen.

Wie würdest du einen Schneesturm im Wald überleben?

Überlege dir, ob du einen Unterstand, einen Windschutz oder eine Schneehöhle bauen kannst, um sich vor dem Wind zu schützen. Versuche, ein Feuer zu entzünden. Wenn sich Steine ​​in der Nähe befinden, lege diese um das Feuer, um die Wärme zu speichern. Sogar niedrig hängende Äste einen gewissen Schutz bieten.

Kann Schnee ein Zelt einstürzen lassen?

Je größer die Plane, desto größer die potenzielle Schneelast und desto größer die Möglichkeit eines Struktureinsturzes. In Anbetracht des Gewichts des Problems ist es wichtig, Schnee von deinem Zelt fernzuhalten.

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Hey, ich bin Martin. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Leben in der Wildnis. Schnapp dir meine 35 einfach umsetzbaren Survival-Hacks, um ab morgen nicht mehr planlos im Wald zu stehen.

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