Vergleich und Test: Morakniv Bushcraft Survival vs. Hultafors OK4


Fabian

Von Fabian . Finde mich hier auf Instagram und folge mir.

Du willst dir ein solides Outdoormesser kaufen?

Du bist unsicher in welchem Preissegment du kaufen solltest, möchtest aber zeitgleich nicht mehr als 70 Euro ausgeben?

Dann bist du hier genau richtig. Ich habe für dich zwei typische Outdoormesser verglichen und werde dir sagen, wo jeweils die Stärken und Schwächen beider Produkte liegen.

Es treten an:

Für ungefähr 25 Euro das Hultafors OK4 gegen das Morakniv Bushcraft Survival für ca. 65 Euro.

Mit dem Hultafors OK bekommst du ein leichtes Outdoormesser mit Karbonstahlklinge

Die Klinge besitzt einen Scandischliff und ist 9,5 cm lang. Die Klingenstärke ist ca. 3 mm. Das Gesamtgewicht beträgt gerade einmal 100g.

Damit dürfte klar sein, dass es sich hierbei nicht um ein Fulltang Messer handelt. Zum Aufhebeln ist das Messer also nicht gedacht.

Das Hultafors OK4 ist ein solides Arbeitstier und dazu noch sehr günstig
Das Hultafors OK4 ist ein solides Arbeitstier und dazu noch sehr günstig

Der Griff ist gummiert und liegt angenehm in der Hand. Bei Menschen mit großen Händen könnte sich das Messer jedoch etwas verloren anfühlen. Der Griff ist praktisch, jedoch nicht auffallend ergonomisch geformt.

Die Scheide besteht aus einem robusten Kunststoff und wird sowohl mit einem Gürtelclip, als auch einer Nylonschlaufe am Gürtel befestigt. Die große Textilschlaufe aus Nylon ist dabei besonders praktisch, da auch größere Gürtel oder Koppeln einfach aufzufädeln sind.

Ebenfalls im Textil verarbeitet ist eine kleine Öse für einen Feuerstahl. Dieser ist im Lieferumfang nicht inklusive, verwundert bei dem Preis von ca. 25 Euro aber auch nicht. Hultafors punktet jedoch mit Weitsicht.

Das Morakniv Bushcraft Survival ist ein Gürtelmesser aus Karbonstahl

Das Morakniv Bushcraft Survival, ist wie sein Konkurrent, ein Gürtelmesser aus Karbonstahl und besitzt auch keine durchgehende Klinge (kein Full-Tang-Messer).

Die Gesamtlänge des Messers beträgt 23,7 cm, wobei die Klingenlänge 10,8 cm lang ist. Die Klingenstärke liegt bei 3,2 mm und das Messer wiegt 230 Gramm.

Das Morakniv Bushcraft Survival ist länger als das Hultaforce OK4
Das Morakniv Bushcraft Survival ist länger als das Hultaforce OK4

Der Griff ist gummiert, ergonomisch geformt und liegt im Vergleich deutlich griffiger in der Hand. Vor allem Menschen mit größeren Händen dürften sich mit dem Morakniv Bushcraft Survival wohler fühlen.

Die Scheide ist ähnlich wie beim OK4 von Hultafors aus schwarzem mattem Plastik und wirkt grundsolide verarbeitet. Auch hier klappert und wackelt nichts.

Die Scheide des Morakniv ist jedoch mit ein paar Extras ausgestattet. So ist auf der Scheide ein kleiner Diamantmesserschärfer integriert. Dieser ersetzt freilich keinen großen Schleifstein, reicht aber fürs schnelle Abziehen der Klinge aus.

Außerdem kommt das Mora mit einem Feuerstahl daher. Dieser ist durch eine Plastikhaltung in die Scheide integriert.

Der Feuerstahl wirkt massiv und sitzt ausreichend fest in der Halterung. Bei Bedarf kann der Feuerstahl aber zusätzlich mit Paracord befestigt werden.

Das Morakniv Bushcraft Survival besitzt einen Feuerstahl – das Hultafors OK4 kann aber mit einem Feuerstahl ausgerüstet werden
Das Morakniv Bushcraft Survival besitzt einen Feuerstahl – das Hultafors OK4 kann aber mit einem Feuerstahl ausgerüstet werden

Der mitgelieferte Feuerstahl ist jedoch nur bedingt würdig diesen Namen zu tragen. Die ersten Zündungen sind heiß und es entsteht ein ordentlicher Funkenflug. Meine ersten zwei bis drei Zunder konnte ich damit gut anzünden.

Leider lässt die Qualität schon nach nur 30 bis 50 Zündungen merklich nach, bzw. stellt sich die Produktion von Zündfunken beinahe gänzlich ein. Ich empfehle den Feuerstahl zu ersetzen.

Das ganze Messer kann mit zwei unterschiedlichen Gürtelschlaufen am Gürtel befestigt werden. Beide sind aus Plastik und auch die haben ihre Tücken.

Die erste Schlaufe ist tatsächlich eine schmale Plastikschlaufe. Große Gürtel können nur schwer hindurchgefädelt werden. Dafür liegt die Scheide anschließend fest am Oberschenkel an. Bei zügiger Gangart gibt es somit keine verräterischen Geräusche.

Das Morakniv Bushcraft Survival am Körper in der Messerscheide
Das Morakniv Bushcraft Survival am Körper in der Messerscheide

Die zweite Schlaufe ist ein Plastikclip. Dieser lässt sich deutlich schneller am Gürtel befestigen, kann sich aber gerade in Fluchtsituationen oder auch im Auto schnell vom Gürtel lösen. Ich habe auf diese Weise einmal die gesamte Scheide verloren. Der prüfende Griff ob die Scheide noch fest genug sitzt, bleibt also nicht aus.

Genug der Theorie, was taugen die Messer im Schnitttest?

Beide Messer wurden von mir nicht geschliffen und im Auslieferungszustand getestet.

Das Hultafors OK4 wirkt bei der Auslieferung zunächst etwas unspektakulär. Die Klinge scheint auf den ersten Blick nicht besonders scharf, kann aber beim Schnitzen überzeugen.

Das Morakniv hingegen, macht sofort einen sehr scharfen Eindruck und liefert genau diese Schärfe bereits beim ersten Schnitt. Ein loses Blatt Papier schneiden beide Messer, jedoch liegt hier bereits das Mora vorn. Der Schnitt des Mora ist hierbei insgesamt präziser.

Beim Schnitzen von Hart- und Weichholz habe ich tatsächlich keinen eklatanten Unterschied feststellen können. Sowohl das Hultafors, als auch das Morakniv zeigten ein nahezu gleiches Ergebnis.

Beim Schnitzen von Hart- und Weichholz habe ich tatsächlich keinen eklatanten Unterschied feststellen können.
Beim Schnitzen von Hart- und Weichholz habe ich tatsächlich keinen eklatanten Unterschied feststellen können.

Das Entasten ging mit dem Mora hingegen einfacher. Hier Punktet das Mora durch sein höheres Eigengewicht.

Zu Testzwecken habe ich beide Messer auch zum Batoning genutzt. Ich betone dies, da sowohl das Hultafors, als auch das Morakniv nicht für ausdauernde Batoningarbeiten gemacht sind. Dennoch gelingt mit beiden Messern das Teilen kleinerer Holzstämme.

Beide Messer sind in ihrer Preisklasse großartig

Was lässt sich abschließend sagen?

Wir haben zwei Messer und zwei Preisklassen.

Beide Messer sind ihr Geld wert.

Wer möglichst günstig und sicher fahren will, kann bedenkenlos zum Hultafors OK4 greifen.

Der marginale Unterschied bei der Schnittqualität ist bei dem Preis absolut zu verkraften. Das Messer ist für den Alltag oder den Durchschnitts-Bushcrafter ideal und ein guter Begleiter.

Insbesondere Anfänger erhalten hier ein sehr sicheres und vor allem schönes Messer.

Siegt also wieder einmal David gegen Goliath?

Das Morakniv lässt sich besser in der Hand tragen und damit arbeiten – das Hultaforce OK4 ist aber weitaus günstiger
Das Morakniv lässt sich besser in der Hand tragen und damit arbeiten – das Hultaforce OK4 ist aber weitaus günstiger

Nein, denn das Morakniv fühlt sich insgesamt besser an.

Vor allem Nutzer mit großen Händen werden wahrscheinlich glücklicher mit dem Morakniv. Die Schnittqualität ist hervorragend, denn Morakniv liefert bereits von Werk sehr scharf aus.

Einzig der Feuerstahl reißt das Mora runter und drückt den positiven Eindruck.

Wäre das Mora ohne den Feuerstahl vielleicht sogar noch günstiger? Wenn dem so wäre, würde ich das Morakniv klar dem Hultafors vorziehen.

Das Rennen ist eng.

Sparfüchse und Neulinge greifen zum Hultafors OK4

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sensationell und die Qualität ausgezeichnet.

Erfahrene Nutzer bekommen aber mit dem Morakniv Bushcraft Survival das etwas bessere Messer mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ob der minimale Qualitätsunterschied jedoch den Mehrpreis von 150 % rechtfertigt, entscheidet allein dein Geldbeutel.

Hier kannst du die Messer kaufen:

Hultafors OK4, Outdoor-/ Gürtelmesser mit Karbonstahlklinge und Rutschfestem Griff
Hultafors OK4

ab 19,93 €


Wie hat dir das Review und der Vergleich gefallen? Schreib es mir in die Kommentare. Welche Outdoormesser sollten noch verglichen werden?


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