Camping bei Regen - mit diesen 10 Tipps bleibst du trocken

Hier bekommst du 10 Tipps, mit denen du bei Regenwetter bei gute Laune und trocken bleibst. Lass dir vom Regenwetter nicht deinen Campingurlaub verderben.

von Martin Gebhardt | Camping | noch kein Kommentar
Camping bei Regen - mit diesen 10 Tipps bleibst du trocken

Martin Gebhardt

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Beim Camping kannst du und musst du viel planen und vorherbestimmen.

Das Wetter ist jedoch nicht so leicht zu beeinflussen und kann dir den Urlaub verderben. Gerade dann, wenn du in der freien Natur unterwegs bist, musst du auf jede Wetterlage ausreichend vorbereitet sein.

Camping und Sonne sind eine Wunschvorstellung von allen Campern, doch die tritt leider nicht immer ein.

Hier bekommst du von mir 10 Tipps, mit denen du vor allem bei Regenwetter gut geschützt bist.

Dein Campingurlaub wird somit nicht in einer vollen Katastrophe enden, da du perfekt vorbereitet sein wirst.

1. Die richtige Kleidung

Beim Camping ist die Wahl der richtigen Kleidung das A und O. Meist ist im Camper oder im Zelt nicht genügend Platz, um einen ganzen Reisekoffer unterzustellen. Funktionskleidung muss also her.

Das Gute an Funktionskleidung ist, dass sie schnell trocknet und dich trocken hält. Vorausgesetzt, es handelt sich um wasserabweisende Kleidung. Ein hervorragender Tipp ist das Zwiebelprinzip.

Das bedeutet, dass du mehrere Lagen übereinander trägst. So kannst du, auch wenn die Sonne mal herauskommt, etwas ausziehen. Folgende Kleidungsstücke musst du also dabei haben:

  • Regenjacke
  • wasserabweisende Wanderhose oder Regenhose
  • wasserdichte Schuhe (z. B. Wanderschuhe oder Gummistiefel)
  • Funktionsshirts

Wenn du diese Kleidungsstücke dabei hast, bleibst du zumindest schon mal trocken.

2. Der richtige Stellplatz

Der richtige Stellplatz ist nicht nur wichtig, wenn du mit dem Zelt unterwegs bist, sondern auch für deinen Camper. Tiefe Mulden musst du bei schlechtem Wetter meiden. Hier können sich schnell Wassermengen ansammeln.

Meide zudem Stellplätze, die zu nah am Wasser sind. Ich verstehe ja, dass jeder gerne in der ersten Reihe stehen will. Am besten direkt am See oder am Meer. Das kann dir allerdings bei Regenwetter schnell zum Verhängnis werden.

Dauerhaft starker Regen sorgt schnell für einen Anstieg des Wasserpegels. Oft hilft dann hier nur noch die Flucht. Suche dir also einen Platz, der etwas abschüssig verläuft. So kann das Wasser direkt abfließen und sammelt sich nicht an deinem Zelt oder Camper.

Am besten ist es also, wenn du dein Zelt auf einem Hügel aufschlägst und nicht unter Bäumen stehst. Bei einem Sturm können hier schnell Äste abbrechen und auf dich einschlagen.

Lesetipp: Ist es gefährlich bei Gewitter zu zelten? Wie sich sicher verhalten?

3. Markise, Vorzelt oder Tarp

Trotz des schlechten Wetters möchtest du sicherlich nicht die ganze Zeit im Zelt oder im Camper hocken. In solchen Momenten ist eine Markise, ein Vorzelt oder ein Tarp sehr hilfreich.

Durch diese Überdachung hast du die Möglichkeit, dich draußen aufzuhalten, ohne im Regen zu sitzen. Baue diese Dinge jedoch nur auf, wenn es nicht allzu stürmt. Die Gefahr besteht sonst, dass du deine Gerätschaften am ganzen Campingplatz suchen darfst.

Die Markise und das Tarp haben allerdings ein paar Vorteile gegenüber dem Vorzelt:

  • schneller Auf- und Abbau bedeutet schnelle Weiterfahrt möglich
  • geringes Packmaß (beim Tarp)
  • offen (du sitzt in keinem geschlossenen Raum)

Achte jedoch stets darauf, die Markise, das Vorzelt oder das Tarp an einer Seite abzuschrägen, da sich sonst das Wasser sammelt.

Lesetipp: Was ist ein Tarp? [Größen, Kosten, Aufbauvarianten]

4. Plastikbeutel oder Packsäcke

Nässe, ein Zelt und elektronische Geräte vertragen sich nur bedingt. Packsäcke (hier kaufen) helfen dir dabei, Wertgegenstände trocken zu halten. Anders als Plastikbeutel sind diese wiederverwendbar und somit umweltfreundlich.

Auch dein Feuerholz kannst du trocken lagern und dabei auf sonnigere Momente hoffen. Zudem ist es empfehlenswert, die nasse Kleidung oder andere nass gewordene Gegenstände verschlußsicher zu verstauen.

So tritt nicht noch mehr Feuchtigkeit in dein Zelt. Bevor jedoch alles klamm und feucht wird, kannst du prophylaktisch deine noch trockene Kleidung somit auch schützen. Um allerdings Nässe im Zelt gänzlich zu vermeiden, ist folgender Tipp ratsam.

5. Baue dein Zelt richtig auf

Ein Zeltaufbau ist immer nervig und fast keiner hat Lust darauf. Doch wenn du dein Zelt einmal richtig aufbaust, profitierst du von vielen Vorteilen.

Sorge stets für straffe Zeltwände. Vermeide das Durchhängen, da sonst das Regenwasser leichtes Spiel hat ins Zelt einzudringen. Dafür ist es wichtig, dass du die Abspannseile straff spanst und mit den Heringen gut im Boden verankerst.

Achte außerdem darauf, dass du alle Reißverschlüsse zumachst und dass diese auch wasserdicht sind. Zusätzlich kann ein Imprägnierspray hilfreich sein, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Doch nicht nur im Zelt passieren Wasserunfälle. Auch viele Wohnwagen oder Camper sind betroffen. Meist werden die Türen nicht richtig verschlossen und das Wasser kann spielend leicht in den Innenraum eindringen.

Auch deine Fenster musst du bei einem solchen Wetter stets geschlossen halten. Wenn du dennoch mit etwas Belüftung schlafen willst, kann ich dir Windabweiser für die Fensterscheiben empfehlen. Nach dem Anbringen kannst du somit die Fenster ein Stück weit offen lassen.

6. Schütze das Zelt von unten und oben

Meist ist es nicht nötig, dass du dein Zelt zusätzlich mit Planen vor Regenwetter schützen musst. Regnet es allerdings dauerhaft kann es schnell passieren, dass der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann.

Mit einer einfachen Plane oder aber auch einer Bodenplatte kannst du dein Zelt somit von unten trocken halten. Der Vorteil der Plane ist, dass diese leicht zu verstauen ist und immer im Auto oder Camper liegen kann.

Weiterhin kannst du dein Zelt von oben schützen. Dafür spannst du einfach eine Plane schräg über das Zelt oder du nutzt ein Tarp.

7. Nasse Gegenstände draußen lassen

Dieser Tipp ist eigentlich ganz logisch, wird meist jedoch völlig vergessen. Sobald du nasse Kleidung oder andere Gegenstände mit ins Zelt oder in den Camper nimmst, fängt dein Innenraum an feucht zu werden.

Unter einem Tarp kannst du deine nasse Kleidung ganz einfach aufhängen und abtrocknen lassen. Das Gleiche gilt auch für nasse Haare. Rubbel diese weitestgehend trocken oder föhne sie, wenn du die Möglichkeit hast.

Dabei ist es auch wichtig, dass du dein Zelt oder deinen Camper regelmäßig durchlüftest. So kann die warme Luft nach außen weichen und du verhinderst somit, dass sich Kondenswasser bildet.

8. Genieße das Wetter

Oft verursacht schlechtes Wetter schlechte Laune. Doch wenn auch du ein Naturfreund bist, dann darf dir auch Regenwetter die Stimmung nicht vermiesen.

Auch, wenn es regnet, kannst du viele tolle Dinge unternehmen. Wanderungen im Regen machen genauso viel Spaß, wie an sonnigen Tagen und machen deinen Ausflug erst recht besonders.

Du kannst es dir allerdings auch ganz einfach im Zelt oder Camper gemütlich machen. Koche dir etwas Leckeres, mache dir einen Tee und genieße einfach mal das Geräusch des Regens.

Halte dich nicht so fest an deinem Plan. Wenn das Wetter das Draußensein absolut nicht zulässt, dann unternimm einfach ein paar andere Aktivitäten. Fahre ins Schwimmbad oder gehe in eine Kletterhalle. So kannst du dich auspowern und es dir dann am Campingplatz gemütlich machen.

9. Sorge für Wärme

Eine Wärmflasche sollte bei jedem Campingabenteuer dabei sein. Sei es wegen Bauchschmerzen oder eisiger Kälte - in solchen Momenten wirst du froh sein, an diesen Tipp zu denken.

Regenwetter bringt meist auch tiefe Temperaturen mit. Da ist es doch ganz besonders toll, wenn du etwas warmes unter deine Decke oder in deinen Schlafsack stecken kannst.

Ein toller Tipp ist auch, dass du dir zusätzliche Decken oder Fellimitate für deine Stühle mitnimmst. Mit etwas Kuscheligem und warmen im Rücken fühlt sich das schlechte Wetter schon gar nicht mehr so schlimm an. Zur Not geht auch die Isomatte (hier meine Topliste anschauen).

10. Fahre woanders hin

Das Schöne am Camping ist ja, dass du an nichts gebunden bist. Du kannst so frei sein, wie du willst.

Es ist absolut verständlich, dass du dich nach einer Woche Dauerregen auch wieder nach trockeneren Zeiten sehnst. Dann baue einfach dein Zelt ab, packe alles ins Auto und fahre woanders hin.

Besser ist es natürlich, wenn du vorausschauend planst. Überprüfe den Wetterbericht und plane einfach vorab ein anderes Reiseziel ein.


Gibt es noch mehr Tipps? Dann erzähle sie uns in den Kommentaren.


Fragen und Antworten (Q&A) zum Thema

Was kann ich tun, um mich selbst vor Regen zu schützen?

Achte auf die richtige Kleidung. Eine Regenjacke und wasserdichte Schuhe sind das Wichtigste beim Campen. Nimm am besten ein Paar Ersatzschuhe mit.

Was soll ich machen, wenn bereits Feuchtigkeit im Zelt ist?

Sorge für einen stetigen Luftaustausch und lagere niemals deine nasse Kleidung im Zelt.

Was kann ich an Regentagen unternehmen?

An regnerischen Tagen kannst du dich genauso in der Natur aufhalten wie an trockenen. Wenn du darauf jedoch keine Lust hast, mache es dir im Zelt gemütlich.

Wie kann ich meine Kleidung vor Feuchtigkeit schützen?

Lagere deine Kleidung in Plastiksäcken oder Packsäcken. Das Gleiche gilt für andere Wertgegenstände. So bleibt alles schön trocken.

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Über den Autor

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Howdy, ich bin Martin. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Leben in der Wildnis. Mit dem Survival-Basic-Kurs bist du auf dein nächstes Abenteuer erstklassig vorbereitet. Das sind 7 Lektionen die dir Power für die Wildnis geben.



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