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Zunder und Anzündholz: Wo liegt der Unterschied?

Zunder und Anzündholz sind beide leicht anzuzünden, um ein Feuer zu machen. Aber es gibt entscheidende Unterschiede, die zu beachten sind.

Zunder und Anzündholz: Wo liegt der Unterschied?

Martin Gebhardt

Von Martin Gebhardt. Schaue auf seine “Über mich”-Seite und abonniere seinen Newsletter.


Feuer bildet die Essenz des Survival-Geistes.

Zwar kannst du auch ohne irgendwie überleben, aber die vielen Vorteile machen es unabdingbar.

Es spendet Wärme, Licht und du kannst sowohl Essen kochen als auch Wasser abkochen.

Für ein Feuer benötigst du in der Regel drei Materialien: Zunder, Anzündholz und Brennstoff. Dein Brennstoff ist Holz, aber was genau sind Zunder und Anzündhölzer?

Lass uns dies nun in dem Ratgeber klären.

Zunder und Anzündholz sind nicht das Gleiche

Dein Ziel ist meistens, ein Feuer schnell und effektiv zu entzünden, ohne viel Aufwand und Ressourcenverschwendung.

Dafür ist die richtige Vorbereitung essenziell und du solltest wissen, was du dazu benötigst. Aber was genau ist eigentlich Zunder und wo liegt der Unterschied zum Anzündholz?

Was ist also der Unterschied zwischen Zunder und Anzündholz?

Zunder wird verwendet, um eine Flamme zu entzünden, und das Anzündholz bewirkt, dass es sich zu einem Feuer aufbaut und dann eine Weile weiterbrennt.

Erst einmal sorgen Zunder und Anzündholz dafür, dass aus deiner anfänglichen Flamme auch ein Feuer entstehen kann.

Glühende Baumwolle zwischen Birkenrinde
Glühende Baumwolle zwischen Birkenrinde

Versuchst du mit deiner Flamme direkt am Holz ein Feuer zu entzünden, wirst du sehr wahrscheinlich scheitern.

Zunder ist die erste Station, damit ein Feuer aus einer Flamme entsteht. Zunder kannst du in der Wildnis finden oder auch schon fertig kaufen.

Wie auch immer – Zunder sollte sehr fein sein und dadurch schnell zu brennen anfangen.

Natürlicher Zunder

Meiner Meinung nach musst du keinen Zunder kaufen. Es gibt eine ganze Bandbreite an Pflanzen und Materialien, die dir die Natur gratis zur Verfügung stellt.

Verschiedene natürliche Zunder
Verschiedene natürliche Zunder

Einige meiner Lieblingspflanzen für Zunder sind Dinge wie:

  • Rohrkolben
  • Birkenrinde
  • Trockene Blumen
  • Trockene Blätter
  • Trockenes Gras
  • Kienspan (harzreiches Holz)
  • Handvoll Distel-Samen

Du brauchst nur Ausschau nach trocknen und faserigen Rohstoffen halten. Die Fasern kannst du dann auftrennen. Je kleiner das Material, desto schneller wird es brennen!

Keine Angst, ich gebe dir meinen Zunder-Ratgeber an die Hand, in dem ich spezifisch auf die verschiedenen Quellen eingegangen bin: Den Ratgeber findest du hier.

Kienspan ist ein flaches Stück Holz, das von Kiefern geerntet wird. Es besitzt einen hohen Harzgehalt, der es wasserbeständig und perfekt zum Anzünden macht.
Kienspan ist ein flaches Stück Holz, das von Kiefern geerntet wird. Es besitzt einen hohen Harzgehalt, der es wasserbeständig und perfekt zum Anzünden macht.

Ein Beispiel für Zunder aus Pflanzenfasern

Zur Weiterverarbeitung nutze ich eine Schale und den Knauf meines Messers. Wenn du dir mit dem Messer unsicher bist, kannst du auch jeden anderen stumpfen Gegenstand nutzen. Dann zerreibe ich das Material, bis es ganz fein ist.

Jetzt kannst du die Enden der Fasern zusammennehmen und an den Enden mit einem dünnen Seil oder einfach mit anderen Fasern zusammenknoten. So erhältst du ein ideales Zunderbündel. Für ein Bündel nehme ich normalerweise circa eine Handvoll vom Ausgangsmaterial. Das sollte ein Feuer in Gang bringen!

Davon kannst du vorbeugend einige Bündel herstellen und in deinem Rucksack lagern.

Hier ein Video, wie ich mit dem Schlageisen ein Feuer entzünde:

Hergestellter Zunder

Wie bereits erwähnt, halte ich nicht so viel von menschengemachtem Zunder – es gibt einfach genug in der Natur. Der Vollständigkeit halber gehe ich trotzdem darauf ein. Einigen von euch könnte diese Art besser taugen.

Denn diese Art von Zunder ist meist viel effektiver als der natürliche Zunder. Dieser besteht oft aus Wolle und Paraffin-Wachs. Die sind sowohl für Umwelt und Gesundheit zwar unbedenklich, kosten aber trotzdem Geld. Du kannst dir den Zunder sicherlich etwas günstiger selbst herstellen.

Hier ein Video davon, wie ich mit Watte und Vaseline ein Feuer entzünde:

Selbst hergestellter Zunder besitzt oft einen Brandbeschleuniger, wie Kerzenwachs, Vaseline oder Harz – was ihn in der Effektivität deutlich über den natürlichen Zunder stellt.

Was ist ein Zundernest?

Ein Zundernest kannst du dir als eine Art Vogelnest vorstellen. Es besteht aus feinen und sehr trockenen Materialien, wie Heu oder Gras.

Das Zundernest brauchst du, wenn du etwas Glühendes besitzt und dieses in ein Feuer umwandeln möchtest. Die Glut springt dann auf das trockene Zundernest über und es entstehen durchs Anblasen die Flammen.

Ein Zundernest
Ein Zundernest

Wie du an Anzündholz kommst

Anzündhölzer lassen sich durch zweierlei Methoden erlangen:

Anzündholz sammeln

Beim Sammeln solltest du unbedingt darauf achten, nur trockenes Gehölz zu wählen. Halte dich besonders vor grünen Ästen fern, da du sonst nur ein rauchfreies Feuer erzeugst.

Dabei teile ich das Anzündholz in drei Kategorien ein.

  • Streichhölzer: Das sind feine kleine Äste, etwas an einer Fichte oder Kiefer, die so dick wie ein Streichholz sind. Diese Art wird direkt über den Zunder platziert und fängt sofort Feuer. Die ist essenziell, denn diese entscheiden darüber, ob aus deiner Flamme ein Feuer wird!
  • Bleistifte: Das sind Äste in Bleistift-Dicke, welche du direkt über den streichholzdicken Ästen platzierst.
  • Daumen: Die dritte Art sind etwas größere Zweige, Holzstücke und Äste, die ich nach und nach dazugebe - etwas so dick wie ein Daumen. So hat das Feuer genügend Raum zum Atmen und gleichzeitig kommt neuer Brennstoff hinterher.
Feuerholz in verschiedenen Größen
Feuerholz in verschiedenen Größen

Anzündholz durch Holz spalten

Die andere Methode an Anzündholz zu kommen, ist Holz auf die gewünschte Größe zu spalten. Auch beim normalen Holzhacken splittert oft etwas kleineres Holz ab, das du nutzen kannst. Allerdings kannst du auch gezielt Anzündholz hacken.

Dazu solltest du jedoch nicht wild auf den Holzscheit einschlagen, sondern gezielt spalten. Dazu nutze ich oft einen selbstgebauten Holzhammer und setze die Axt an der gewünschten Stelle an. So schlage ich mir gezielt die gewünschte Größe an Anzündholz.

Anzündholz aus einem Stück Holz
Anzündholz aus einem Stück Holz

Ich verwende gerne eine Kombination aus beiden Methoden. So suche ich nicht zu lange im Wald nach geeignetem Material und nutze gleichzeitig das Holz, das ich ohnehin schon habe.

Vorbereitung und Organisation fürs Feuermachen

Die entsprechende Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem guten Feuer. Hier solltest du unbedingt Zeit einplanen. Besonders wenn du die Umgebung noch nach den jeweiligen Materialien absuchen willst.

Daher empfehle ich dir Zunderbündel schon im Vorhinein vorzubereiten und somit bist du nur noch mit der Suche deines Anzündholzes konfrontiert.

Dann organisiere ich mir alles so, dass es nicht im ganzen Camp verteilt liegt und starte mein Feuer. Alle oben genannten Kategorien ordne ich in separaten Stapeln an. So habe ich alles griffbereit, kann kontrolliert mein Feuer starten und später auch hüten.

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Zuerst starte ich mit meinem Zunderbündel. Da darf eins schon mal daneben gehen. Ich habe ein weiteres direkt griffbereit! Dann lege ich nach und nach die kleineren Anzündhölzer auf das Bündel.

Anschließend kommen die streichholzgroßen Anzündhölzer, um das Feuer richtig in Gang zu bringen. Dann lege ich das große Holz nach. So sollte einem effizienten Feuer nichts mehr im Weg stehen.

Bei der Menge solltest du immer mehr Anzündhölzer vorbereiten. Schon öfter dachte ich, dass ich davon genug dahabe und musste später erneut los. Zum Nachteil meines Feuers!

Lies auch

Feuer machen ohne Feuerzeug oder Streichhölzer (18 Wege) – Feuer machen ohne Feuerzeug oder Streichhölzer? Lerne jetzt mit meinen 18 Möglichkeiten wie du ein Feuer auch ohne Feuerzeug oder Streichhölzer entzündest.

Fragen und Antworten

Brauche ich noch Zunder, wenn ich mit einem Feuerstahl ein Feuer machen möchte?

Zunder ist definitiv erforderlich, denn die feinen und heißen Funken vom Feuerstahl benötigen sehr trockenes und feinen Material, damit aus einem Funken eine Flamme entsteht.

Der Feuerstahl erzeugt sehr heiße Funken
Der Feuerstahl erzeugt sehr heiße Funken

Was ist, wenn mein Zundernest nicht Feuer fängt?

Wenn das Zundernest kein Feuer fängt, musst du versuchen, es erneut zu entzünden oder eine andere Anzündmethode zu wählen.

Welche Arten von Holz sind zum Verbrennen ungeeignet?

Holz, das mit Chemikalien, Farben oder Lacke behandelt wurde, ist zum Verbrennen ungeeignet.

Welches Material eignet sich am besten als Zunder?

Die besten Zundermaterialien sind trockene, saubere und leicht entflammbare Stoffe wie Baumwolle, feine Pflanzenfasern oder auch Wattepads oder aufgezupfte Tampons.

Fazit: Vorbereitung von Zunder und Anzündhölzer ist essenziell

Für das ideale Feuer solltest du gut vorgesorgt haben und sowohl Zunder als auch Anzündhölzer bereithalten. Beide Rohstoffe sichern dir ein schnelles Feuer, das verlässlich brennen kann.

Zunder ist dabei fein und brennt direkt. Anzündhölzer dagegen sind größer und sorgen dafür, dass aus der Flamme ein Feuer wird, an dem du dich den ganzen Abend wärmen und nähren kannst.

Je besser du den Unterschied zwischen Zunder und Anzündholz verstehst, desto leichter wirst du immer wieder erfolgreich sein, wenn du Feuer startest.

Um mehr über andere Möglichkeiten zu erfahren, Feuer in der Wildnis zu entzünden und wann welche Art zu verwenden ist, lies die Ratgeber zum Feuermachen.

Dein Martin

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Quellenangaben

https://www.survivalworld.com/fire/tinder-vs-kindling/
https://ssfirepits.com/tinder-vs-kindling-whats-the-difference/
https://www.chemie.de/lexikon/Paraffin.html#Gefahren
https://de.wikipedia.org/wiki/Zunder

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Hey, ich bin Martin. Auf meinem Blog lernst du die Basics sowie zahlreiche Details zum Leben in der Wildnis. Schnapp dir meine 35 einfach umsetzbare Survival-Hacks, um ab morgen nicht mehr planlos im Wald zu stehen.

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