7 Dinge, die du niemals tun solltest, wenn du alleine zelten gehst

Alleine zelten ist ein tolles Erlebnis, aber denke daran, was du nicht tun solltest. Hier sind 7 Dinge, die du niemals tun solltest, wenn du alleine zeltest.

7 Dinge, die du niemals tun solltest, wenn du alleine zelten gehst

Martin Gebhardt

Von Martin Gebhardt. Schaue auf seine “Über mich”-Seite und abonniere seinen Newsletter.


Alleine Zelten kann beängstigend sein, besonders wenn es das erste Mal ist.

Du musst mit deiner Umgebung und den Menschen, denen du begegnest, besonders vorsichtig gegenüber sein. In der Wildnis solltest du dich auf niemanden verlassen, außer auf dich selbst.

Wie bei jedem Ausflug ins Freie gibt es Gebote und Verbote, die du für deinen Komfort, deine Sicherheit und für ein insgesamt angenehmes Erlebnis beachten solltest.

Hier sind 7 Dinge, die du niemals tun solltest, wenn du alleine in den Wald losziehst und dort übernachtest.

1. Unvorbereitet losgehen

Das ist das Grundlegendste und Wichtigste, an das du dich erinnern solltest – sei vorbereitet.

Wie bereits erwähnt, kannst du dich in der Wildnis nur auf dich selbst verlassen.

Lerne also, wie du ein Zelt aufstellst, ein Feuer entzündest und eine Mahlzeit für dich selbst zubereitest. Packe alles ein, was du brauchst, von Lebensmitteln, Wasser, Hygiene-Artikeln, Medikamenten, Schlafsachen, Kochutensilien, einem Erste-Hilfe-Set usw.

Es ist auch wichtig, eine Karte, einen Kompass, ein GPS, eine Pfeife und etwas Kreide mitzubringen, falls du dich verirrst.

Lerne natürlich vorher, wie du mit Kompass und Karte umgehst. Ansonsten nützt dir ein Kompass genauso wenig zum Navigieren, wie ein GPS-Gerät ohne Batterien.

Ein Kompass hilft dir nur, wenn du damit umgehen kannst
Ein Kompass hilft dir nur, wenn du damit umgehen kannst

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2. Niemandem Bescheid sagen

Eine weitere wichtige Sache, die du beachten solltest, ist, einem Familienmitglied oder einem Freund über deine Reise zu informieren.

Übermittel alle wichtigen Informationen, wie deine gesamte Reiseroute, die genauen Orte, an denen du übernachten wirst und wann du zurückkommst.

Das mag ein wenig zu viel klingen, aber gehe unbedingt auf Nummer sicher. Selbst wenn ich mit meinen Kindern nur für einen Nachmittag in den Wald fahre, dann sage ich meiner Frau immer Beschied wo wir uns aufhalten.

Ich empfehle dir die Nutzung des Dienstes What3Words, um deinen genauen Standort anhand geografischer Koordinaten zu teilen. Das ist besonders hilfreich, wenn du dich nicht in der Nähe von Markierungen befindest wie Straßenschilder.

3. Deine Fähigkeiten überschätzen

20 Kilometer auf einem vertrauten Weg nach Hause zu wandern ist ganz anders, als 35 Kilometer alleine in der Wildnis zu wandern. Und das mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken.

Mach es dir bei deinem ersten Solo-Trip gemütlich und wähle Aktivitäten oder nimm Wanderwege, die deinen Fähigkeiten entsprechen.

Versuche auch nicht, gleich zu viel anzupacken. Ein oder zwei Nächte alleine Campen sollten für das erste Mal ausreichen.

Fang beim Camping klein an und steigere dich dann
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4. Nachts auf dem Campingplatz ankommen

Das ist nicht ideal für eine erste Solo-Tour. Im Dunkeln bist du desorientiert und es wird insgesamt schwieriger, Ausrüstung zu finden und zu benutzen.

Stelle also sicher, dass du mindestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang an deinem Platz ankommst, damit genügend Zeit bleibt.

Immerhin musst du einen guten Platz finden, um dein Zelt oder dein Tarp aufzubauen. Und ein Abendessen steht auch noch an.

Komme mindestens zwei Stunden vor Anbruch der Dunkelheit in deinem Camp an
Komme mindestens zwei Stunden vor Anbruch der Dunkelheit in deinem Camp an

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5. Unterhaltung vergessen

Da du alleine bist, ist es ideal, sich während der Auszeiten auf deiner Reise zu unterhalten. Nimm ein Buch mit, schreibe dein Tagebuch oder besorge dir ein Ausmalbuch für Erwachsen.

Du könntest auch andere Fähigkeiten trainieren. Ich zum Beispiel schaue mich immer nach Tierspuren in dem Gebiet um, oder ich übe wieder mal Seile zu drehen oder schnitze mir einen Holzlöffel.

Sorge für Unterhaltung auf deinem Ausflug – gehe zum Beispiel auf Spurensuche
Sorge für Unterhaltung auf deinem Ausflug – gehe zum Beispiel auf Spurensuche

6. Campe nicht zu öffentlich

Deinen Liebsten zu sagen, wohin du gehts, ist gut. Fremden im Internet mitzuteilen, dass du nicht zu Hause bist, kann ein Fehler sein.

Poste lieber den tollen Sonnenuntergang nach deiner Reise und teile keine Standortdaten, welche genau beschreiben, wo du dich aufhältst. Es kann einen großen Einfluss darauf haben, dass andere Menschen deine Pläne kennen und du dich damit anfällig für Angriffe machst.

7. Durchdrehen

Ich verstehe das. Keine Sorge. Denn ich kenne das Gefühl.

Die Sonne ist unter dem Horizont verschwunden, seltsame Eulen heulen und Zweige knacken in den Wäldern rund um dein Zelt.

Das ist eine perfekte Kombination von Ereignissen, um Angst zu verursachen – aber Ausflippen wird nichts ändern oder lösen.

Alleine zelten kann stressig sein, wenn du deiner Fantasie freien Lauf lässt.

Lass das nicht passieren. Bleibe stattdessen ruhig und rational und erkenne, dass all diese Wildnisgeräusche normal sind. Nur du, die Natur und viel Ruhe – und das ist auch gut so.

Zusammenfassung

Ich kann das nicht oft genug ausdrücken: Sei kein Dummkopf.

Camping alleine ist eine lohnende und erfüllende Erfahrung. Es ist jedoch elementar, dass du weißt, was du in der Wildnis tust, bevor du dich auf den Weg machst.

Wenn du ein Anfänger beim Wandern, Bushcrafting oder Camping bist, ist es wahrscheinlich am besten, Alleinreisen zu vermeiden, bis du mehr Erfahrung auf dem Buckel hast.

Das ist zu deiner eigenen Sicherheit. Denn es besteht immer die Gefahr, dass auf deiner Reise etwas schiefgeht. Und es wird für alle viel besser sein, wenn du vorbereitet und geschickt genug bist, um die Situationen zu meistern.

Vieles von dieser Erfahrung kann nur mit der Zeit kommen. Wenn du ein Anfänger bist, dann schnapp dir deine Freunde und zieh los. Nur so übst du und machst die erforderlichen Erfahrungen.


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Über den Autor

Martin Gebhardt

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