Survival Ausrüstung: diese 11 Tools brauchst du um in der Wildnis zu überleben

Kategorie: Ausrüstung

erstellt am 25.04.2019 | aktualisiert am 08.08.2019 | 2 Kommentare

Survival Ausrüstung: diese 11 Tools brauchst du um in der Wildnis zu überleben

Wusstest du, dass eine durchschnittliche Person bis zu 3 Wochen ohne Nahrung überleben kann?

Aber nur 3 Tage ohne Wasser? Und nur 3 Stunden mit niedriger oder hoher Körpertemperatur?

Es gibt essenzielle Ausrüstungsgegenstände, die du mit in die Wildnis nehmen musst. Sie sichern dir dein Überleben in Notsituationen.

In diesem Artikel werde ich 11 Überlebensgegenstände vorstellen, die du brauchst um nicht in einer Katastrophe zu enden. Danach weißt du genau, was in deinem Rucksack nicht mehr fehlen darf.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Gegenstände dir das Überleben sichern, um so besser für dich.

Das Problem: Du kannst nicht jeden Gegenstand mitnehmen. Das wäre zu schwer und du würdest nicht vom Fleck kommen.

Daher ist es wichtig, dass du die richtigen Gegenstände einpackst. Diese musst du immer in deinem Überlebenskit dabei haben.

Hier sind meine 11 wichtigsten Gegenstände zum Überleben.

1. Feueranzünder

Ein Feuer in der Wildnis zu entfachen ist eines der wichtigsten Dinge. Es schützt vor Kälte, die sehr unangenehm werden kann. Außerdem hält ein Feuer Raubtiere fern und du kannst dir Essen damit zubereiten oder Wasser abkochen.

Ich empfehle, dass du mindestens drei Möglichkeiten hast, ein Feuer anzumachen.

  • Feuerstahl, Magnesium Feuersteine, Feuerstarter (hier besorgen)
    • Diese sind ziemlich einfach zu benutzen und dürfen niemals in deiner Ausrüstung fehlen.
  • Streichhölzer und Feuerzeug sind selbstverständlich

Wichtig ist auch entsprechender Zunder. Entweder hast du selbst welchen hergestellt oder du nimmst Holzspäne oder Birkenrinde oder du besorgst dir instafire Feuerstarter.

Ich lege dir auch meinen Artikel mit 16 Beispielen, wie du an Zunder kommst, ans Herz.

Ich trage alle meine Feueranzünder in wasserdichten Behältern und lagere sie getrennt in meinem Rucksack.

Feuerstahl

2. Überlebensmesser

Wenn du in der Wildnis unterwegs bist, musst du viele Aufgaben bewältigen. Ein Überlebensmesser wird dich dabei gewaltig unterstützen.

Du solltest darauf achten, dass es ein hochwertiges und sehr stabiles Messer ist. Stell dir vor, du musst mit deinem Messer einen kleinen Baum fällen. Dann darf es nicht auseinander brechen oder sich verbiegen, wenn du mit einem dicken Stamm auf das Messer schlägst.

Du kannst auch nach einem guten Multitool mit einem Messer Ausschau halten.

Dein Überlebensmesser sollte folgende Funktionen erfüllen:

  • Schnüre schneiden
  • Stöcke anspitzen
  • Spalten von Holz (Batoning)
  • Kleine Bäume fällen
  • Tiere ausnehmen
  • Tiere häuten
  • Als Verteidigung dienen

Achte darauf, dass dein Messer richtig scharf ist, wenn du in die Wildnis aufbrichst.

Auch hier gilt: Besser nimmst du ein Ersatz-Messer mit. Hast du nur eins und du verlierst es, wird sich deine Situation massiv verschlechtern.

Wenn du ein richtig gutes Messer suchst, kauf dir keins für 20 Euro. Diese Messer halten nicht lange und der Stahl ist meistens nicht massiv genug. Ich empfehle dir das Ka-Bar Becker Companion. Es gibt natürlich Alternativen, die auch gut sind.

Verschiedene Messer siehst du unten als Beispiel. Das erste ist das Ka-Bar Becker Companion.

Messer

3. Karte und Kompass

Sicher, du kannst ein GPS-Gerät mitnehmen und dich darauf verlassen. Aber das wäre zu einfach und es ist auch nicht sicher, wie lange die Batterie hält.

Du musst auch Karten lesen und einen Kompass bedienen können. Beides ist robust und einem Kompass schadet kein Wasser. Nur dann bist du auf der sicheren Seite, dich auch korrekt zu orientieren.

Schau dir Videos dazu an oder mach bei einem Survival-Training mit. Einen Kompass zu bedienen und in die richtige Richtung zu laufen ist nicht einfach.

Karten sind zudem leicht und einfach zu transportieren. Wenn du Karten mitnimmst, nimm eine Straßenkarte sowie eine Karte der Topografie mit.

Auch hier gilt: Nimm nicht den billigsten Kompass. Ich empfehle dir den Suunto Kompass.

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4. Erste-Hilfe-Set

Auch wenn du nur kurz in den Wald gehst: Nimm ein Erste-Hilfe-Set mit. Du solltest dies zu jeder Zeit dabei haben.

Wichtig ist, dass du einen Druckverband machen kannst. Gerade bei schweren Verletzungen mit Blutungen ist das nötig. Die meisten Erste-Hilfe-Sets haben diese Verbandsmaterialien.

Es gibt extra Erste-Hilfs-Sets, die für Camping und Reisen geeignet sind. Diese empfehlen sich besonders, wenn du in der Wildnis unterwegs bist.

Leg dir auch ein Erste-Hilfe-Taschenbuch (PDF als Download) zu und studiere es VOR deinem Survival-Abenteuer. Die wichtigsten Handgriffe sollten sitzen.

Erste Hilfe Set

5. Säge

Es gibt unterschiedliche Sägen und jeder kommt mit einer anderen Art gut zurecht.

Bogensäge, Klappsäge, Handkettensäge, Drahtsäge, Bügelsäge oder Spannsäge.

Am wichtigsten ist, dass du eine dabei hast. Die Säge sollte robust und leicht sein und einen Metallrahmen haben.

Mit einer Säge kannst du einfach Stämme durchsägen oder dir Brennholz herstellen. Oder du baust dir aus großen Ästen einen Unterschlupf. Mit einer Säge geht vieles leichter von der Hand. Den Rohstoff Holz hast du meistens in Massen zur Verfügung.

Schaue dir dazu meinen Artikel an “Warum eine Handsäge in dein Rucksack gehört”.

Sägen finden

6. Gute Kleidung

Das Wetter: unberechenbar. Es ändert sich innerhalb von Stunden. Aus Sonne wird Regen, aus Regen wird Schnee.

Doch dafür gibt es Abhilfe: die richtige Kleidung.

Selbst wenn du an einem heißen Sommertag in die Wildnis gehst, musst du mit dem Schlimmsten rechnen.

Eine Unterkühlung kannst du auf deinem Survival Abenteuer überhaupt nicht gebrauchen. Diese ist Hauptursache für die meisten menschlichen Todesfälle in der Wildnis.

Ein Feuer kann ausgehen oder die Wärme reicht nicht, um dich angemessen zu wärmen.

Gute Kleidung ist sehr wichtig wenn du in der Wildnis bist
Gute Kleidung ist sehr wichtig wenn du in der Wildnis bist

Halte dich grundsätzlich von Kleidung aus Baumwolle fern.

Wenn diese nass wird – durch Schwitzen oder Regen – trocknet sie nicht so schnell wie andere Stoffe.

Das Problem dabei: Du kühlst aus durch die Verdunstungskälte. Du wirst steifer in deinen Bewegungen, dadurch verletzungsanfälliger durch Zerrung, Umknicken oder Ausrutschen.

Hinzu kommt, dass du eine Erkältung samt Lungenentzündung bekommen kannst.

Aus diesem Grund empfehle ich Kleidung aus synthetischen Materialien. Wollmaterialien sind auch zu empfehlen.

Kunstfaser trocknet schneller und wärmt dadurch besser, da keine Verdunstungskälte
entsteht. Außerdem sind diese Materialien oft wasserabweisend.

7. Pfeife

Wenn du richtig in Schwierigkeiten geraten bist, kann deine Stimme schnell versagen. Auch ist deine Stimme nicht so laut, wie eine Pfeife.

Nimm daher eine Pfeife mit, denn diese hat eine hohe Reichweite. Du machst damit auf dich aufmerksam und Personen in der Nähe werden dich schnell orten können.

Pfeifen aus Kunststoff sind zu empfehlen, da diese leicht sind, schwimmen und nicht rosten. Trag deine Pfeife am besten um den Hals.

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  • Der Kompass ist leicht und multifunktional, einfach zu bedienen und zu tragen
  • Mit Halsgurt.
  • Mit Mini-Kompass und Thermometer auf der Pfeife
  • Hervorragend geeignet fuer Camping, Wandern und Aktivitaeten im Freien

8. Rettungsspiegel

Stell dir vor, ein Hubschrauber sucht nach dir. Dann hilft dir die Pfeife auch nicht.

Aber ein Rettungsspiegel, auch Signalspiegel, Sonnenspiegel oder Heliograf genannt.

Diese leichten, kompakten Spiegel können das Licht über weite Entfernungen reflektieren und Signale an Personen in großer Entfernung senden.

Dieses Multifunktions-Notfall-Werkzeug gibt es auch mit Pfeife. Es kostet wenig, ist leicht und klein. Und es rettet Leben, wenn es hart auf hart kommt.

9. Seil

Ein stabiles Seil ist ein wichtiges Überlebensmittel - auch Paracord genannt. Du kannst sie zum abseilen nutzen, für deine Hängematte, zum ziehen von Stämmen oder tragen von Brennholz.

Nimm verschiedene Schnüre mit, wie Angelsehne, Wäscheleine, Bindfaden und Grill-/Bratschnur. Tipp: viele Paracord-Seile haben Angelschnur und Zunder im Kern eingeflochten.

Paracord ist in vielen Bereichen sehr nützlich
Paracord ist in vielen Bereichen sehr nützlich

10. Wasserfilter

Am Anfang des Artikels habe ich das Wasser-Problem schon benannt: Hast du innerhalb von 72 Stunden kein Wasser getrunken, sieht es sehr schlecht für dich aus.

Optimalerweise musst du am Tag mindestens einen Liter Wasser trinken. Wenn du dich körperlich betätigst, wie in der Wildnis, musst du sogar noch mehr Wasser zu dir nehmen.

Du könntest nun viel Wasser mitnehmen. Das Problem: Wasser ist schwer. Ein Liter wiegt ein Kilo.

Das bedeutet, dass du nur wenige Liter mitnehmen kannst. Den Rest musst du dir suchen.

Und unsauberes Wasser macht krank. Wirst du in der Wildnis krank, verschlimmert sich deine Situation drastisch.

Nimm daher IMMER einen Wasserfilter mit. Damit filterst du das Wasser ausreichend.

Lies auch meinen Artikel dazu “Survival: der ultimative Wasser-Guide”.

Wasserfilter sind unentbehrlich um sauberes Trinkwasser zu gewinnen
Wasserfilter sind unentbehrlich um sauberes Trinkwasser zu gewinnen

11. Taschenlampe

Es wird Nacht, völlige Dunkelheit. Das Feuer geht aus, weil nicht genügend Brennholz vorhanden ist. Du siehst die Hand vor deinen Augen nicht mehr. Es ist keine Taschenlampe vorhanden.

Katastrophe.

Das darf nicht passieren. Völlige Dunkelheit kann Angst und Hilfslosigkeit verursachen.

Wenn du in der Wildnis unterwegs bist, gehört eine Taschenlampe in jedes Survival-Kit.

Taschenlampen waren noch nie so leicht, energieeffizient und so klein.

Ich empfehle dir eine, die sehr hell ist, wasserfest und nur zwei Batterien benötigt: die Streamlight Stylus.

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  • C4 LED-Technologie für extreme Helligkeit; 48 Lumen
  • Für Schutzart IPX4 wasserfeste Betrieb
  • Alle Öffnungen O-Ring-Versiegelung

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Artikel anschauen

Die Taschenlmape habe ich mir auch genauer angeschaut und du findest dazu ein Review mit Video.

Du als Ausrüstungsgegenstand

Nun hast du allerhand Ausrüstungsgegenstände dabei und du kannst damit die meisten Notfallsituationen meistern.

Jedoch musst du auch wissen, wie du diese Tools einsetzt und möglichst effektiv damit umgehst.

Zwei weitere wichtige Elemente gehören zu dem Gesamtpaket dazu:

Wissen und körperliche & geistige Fitness.

Wissen

Ich kann es nur wiederholen: Du musst mit den Gegenständen umgehen können. Das beste Messer der Welt ist sinnlos, wenn du damit nicht umgehen kannst.

Bevor du dich also in ein richtiges Abenteuer stürzt, wende die Gegenstände in einer sicheren Umgebung an. Dann kannst du alles ausprobieren und lernst dazu.

Es gibt auch viele Bücher und Videos zu den verschiedenen Gegenständen.

Ein Survival-Training kannst du in Deutschland auch durchführen. (Schaue dazu meinen Artikel “Vier großartige Survival-Trainings in Deutschland” an. Ich habe auch die Kosten aufgelistet.)

Und lies auch meinen Artikel dazu “Die 7 wichtigsten Survival-Tipps zum Überleben”.

Körperliche und geistige Fitness

Du musst fit sein für den Wald und das Abenteuer. Deine Fitness ist ein entscheidender Faktor.

Überleben und Notsituationen meistern bedeutet Stress. Auch, wenn du dir das jetzt noch romantisch ausmalst: Bist du erst ein mal in der Situation, musst du schwere Entscheidungen treffen. Du wirst Ängste und Unsicherheiten entwickeln, die du vorher nicht kanntest.

Ein Feuer anzuzünden oder einen Unterschlupf zu bauen kann richtig anstrengend sein. Das sieht in Filmen oft leicht aus, benötigt aber im richtigen Survival oft Stunden körperlicher Arbeit.

Dazu darfst du deinen Optimismus nicht verlieren. Bist du ständig am Tiefpunkt während deines Abenteuers, wird noch mehr schiefgehen. Und es werden Dinge schiefgehen – versprochen.

Stell dir vor, du hattest seit zwei Tagen kein Essen. Wie wird wohl deine Laune sein? Damit musst du umgehen können. Das kannst du zum Beispiel vorher schon üben.

Wenn du körperlich und geistig fit bist, sind deine Überlebenschancen um ein vielfaches höher.


Habe ich etwas vergessen? Was denkst du zu der Liste? Schreib es mir in die Kommentare.



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Über den Autor

Martin Gebhardt

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